Ernst und Falk (1778a-HS) Ernst und Falk (1778a) Ernst und Falk (1778b) Ernst und Falk (1778c)
1
Sr. Durchlaucht
dem Herzoge Ferdinand.
Sr. Durchlaucht
dem
Herzoge Ferdinand.
Sr. Durchlaucht
dem
Herzoge Ferdinand.
Sr. Durchlaucht
dem
Herzoge Ferdinand.
2
Durchlauchtigſter Herzog,

Auch ich war an der Quelle der Wahrheit, und
ſchöpfte. Wie tief ich geſchöpft habe, kann nur
der beurtheilen, von dem ich die Erlaubniß er-
warte, noch tiefer zu ſchöpfen. — Das Volk lech-

zet[4] ſchon lange, und vergehet vor Durſt. —
Ewr1. Durchlaucht,
unterthänigſter Knecht.
Durchlauchtigſter Herzog,
Auch ich war an der Quelle der
Wahrheit, und ſchoͤpfte. Wie
tief ich geſchoͤpft habe, kann nur
der beurtheilen, von dem ich die
Erlaubniß erwarte, noch tiefer zu
[6]
ſchoͤpfen. — Das Volk lechzet
ſchon lange und vergehet vor
Durſt. —
Ew1. Durchlaucht,
unterthaͤnigſter Knecht
Durchlauchtigſter Herzog,
Auch ich war an der Quelle der
Wahrheit, und ſchoͤpfte. Wie
tief ich geſchoͤpft habe, kann nur
der beurtheilen, von dem ich die
Erlaubniß erwarte, noch tiefer zu
[6]
ſchoͤpfen. — Das Volk lechzet
ſchon lange und vergehet vor
Durſt. —
Ew1. Durchlaucht,
unterthaͤnigſter Knecht
— —
Durchlauchtigſter Herzog,
Auch ich war an der Quelle der
Wahrheit, und ſchoͤpfte. Wie
tief ich geſchoͤpft habe, kann nur
der beurtheilen, von dem ich die
Erlaubniß erwarte, noch tiefer zu
[6]
ſchoͤpfen. — Das Volk lechzet
ſchon lange und vergehet vor
Durſt. —
Ew1. Durchlaucht,
unterthaͤnigſter Knecht
3
Wenn nachſtehende Blätter die wahre Ontologie
der Freymäurerey nicht enthalten: ſo wäre ich begie-
rig zu erfahren, in welcher von den unzähligen Schriften,
die ſie veranlaßt hat, ein mehr beſtimmter Begriff von
ihrer Weſenheit gegeben werde.
Wenn nachſtehende Blaͤtter die wahre
Ontologie der Freymaͤurerey nicht ent-
halten: ſo waͤre ich begierig zu erfahren,
in welcher von den unzaͤhligen Schriften,
die ſie veranlaßt hat, ein mehr beſtimm-
ter Begriff von ihrer Weſenheit gegeben
werde.
Wenn nachſtehende Blaͤtter die wahre
Ontologie der Freymaͤurerey nicht ent-
halten: ſo waͤre ich begierig zu erfahren,
in welcher von den unzaͤhligen Schriften,
die ſie veranlaßt hat, ein mehr beſtimm-
ter Begriff von ihrer Weſenheit gegeben
werde.
Wenn nachſtehende Blaͤtter die wahre
Ontologie der Freymaͤurerey nicht ent-
halten: ſo waͤre ich begierig zu erfahren,
in welcher von den unzaͤhligen Schriften,
die ſie veranlaßt hat, ein mehr beſtimm-
ter Begriff von ihrer Weſenheit gegeben
werde.
4
Wenn aber die Freymäurer alle, von welchem Schla-
ge ſie auch immer ſeyn mögen, gern einräumen werden,
daß der hier angezeigte Geſichtspunkt der einzige iſt,
aus welchem — ſich nicht einem blöden Auge ein bloſſes
Phantom zeigt, — ſondern geſunde Augen eine wahre
Geſtalt erblicken: ſo dürfte nur noch die Frage ent-
ſtehen; warum man nicht längſt, ſo deutlich mit der
Sprache herausgegangen ſey?
Wenn aber die Freymaͤurer alle, von
welchem Schlage ſie auch immer ſeyn moͤ-
gen, gern einraͤumen werden, daß der
hier angezeigte Geſichtspunkt der einzige
iſt, aus welchem — ſich nicht einem bloͤ-
den Auge ein bloſſes Phantom zeigt, —
ſondern geſunde Augen eine wahre Ge-
ſtalt erblicken: ſo duͤrfte nur noch die
[8]
Frage entſtehen; warum man nicht laͤngſt,
ſo deutlich mit der Sprache herausgegan-
gen ſey?
Wenn aber die Freymaͤurer alle, von
welchem Schlage ſie auch immer ſeyn moͤ-
gen, gern einraͤumen werden, daß der
hier angezeigte Geſichtspunkt der einzige
iſt, aus welchem — ſich nicht einem bloͤ-
den Auge ein bloſſes Phantom zeigt, —
ſondern geſunde Augen eine wahre Ge-
ſtalt erblicken: ſo duͤrfte nur noch die
[8]
Frage entſtehen; warum man nicht laͤngſt,
ſo deutlich mit der Sprache herausgegan-
gen ſey?
Wenn aber die Freymaͤurer alle, von
welchem Schlage ſie auch immer ſeyn moͤ-
gen, gern einraͤumen werden, daß der
hier angezeigte Geſichtspunkt der einzige
iſt, aus welchem — ſich nicht einem bloͤ-
den Auge ein bloſſes Phantom zeigt, —
ſondern geſunde Augen eine wahre Ge-
ſtalt erblicken: ſo duͤrfte nur noch die
[8]
Frage entſtehen; warum man nicht laͤngſt,
ſo deutlich mit der Sprache herausgegan-
gen ſey?
5
Auf dieſe Frage wäre vielerley zu antworten. Doch
[6]
wird man ſchwerlich eine andere Frage finden, die mit
ihr mehr Aehnlichkeit habe, als die: warum in dem Chri-
ſtenthume die ſyſtematiſchen Lehrbücher ſo ſpät entſtan-
den ſind? warum es ſo viele und gute Chriſten gege-
ben hat, die ihren Glauben auf eine verſtändliche Art
weder angeben konnten, noch wollten1?
Auf dieſe Frage waͤre vielerley zu ant-
worten. Doch wird man ſchwerlich eine
andere Frage finden, die mit ihr mehr
Aehnlichkeit habe, als die: warum in dem
Chriſtenthume die ſyſtematiſchen Lehrbuͤ-
cher ſo ſpaͤt entſtanden ſind? warum es
ſo viele und gute Chriſten gegeben hat,
die ihren Glauben auf eine verſtaͤndliche
Art weder angeben konnten, noch wolten1?
Auf dieſe Frage waͤre vielerley zu ant-
worten. Doch wird man ſchwerlich eine
andere Frage finden, die mit ihr mehr
Aehnlichkeit habe, als die: warum in dem
Chriſtenthume die ſyſtematiſchen Lehrbuͤ-
cher ſo ſpaͤt entſtanden ſind? warum es
ſo viele und gute Chriſten gegeben hat,
die ihren Glauben auf eine verſtaͤndliche
Art weder angeben konnten, noch wolten1?
Auf dieſe Frage waͤre vielerley zu ant-
worten. Doch wird man ſchwerlich eine
andere Frage finden, die mit ihr mehr
Aehnlichkeit habe, als die: warum in dem
Chriſtenthume die ſyſtematiſchen Lehrbuͤ-
cher ſo ſpaͤt entſtanden ſind? warum es
ſo viele und gute Chriſten gegeben hat,
die ihren Glauben auf eine verſtaͤndliche
Art weder angeben konnten, noch wolten1?
6
Auch wäre dieſes im Chriſtenthume noch immer zu
früh geſchehen, indem der Glaube ſelbſt vielleicht
wenig dabey gewonnen: wenn ſich Chriſten nur
nicht hätten einfallen laſſen, ihn auf eine ganz wi-
derſinnige Art angeben zu wollen.
Auch waͤre dieſes im Chriſtenthume
noch immer zu fruͤh geſchehen, indem der
Glaube ſelbſt vielleicht wenig dabey ge-
wonnen: wenn ſich Chriſten nur nicht haͤt-
ten einfallen laſſen, ihn auf eine ganz
widerſinnige Art angeben zu wollen.
Auch waͤre dieſes im Chriſtenthume
noch immer zu fruͤh geſchehen, indem der
Glaube ſelbſt vielleicht wenig dabey ge-
wonnen: wenn ſich Chriſten nur nicht haͤt-
ten einfallen laſſen, ihn auf eine ganz
widerſinnige Art angeben zu wollen.
Auch waͤre dieſes im Chriſtenthume noch
immer zu fruͤh geſchehen, indem der Glau-
be ſelbſt vielleicht wenig dabey gewonnen:
wenn ſich Chriſten nur nicht haͤtten einfal-
len laſſen, ihn auf eine ganz widerſinnige
Art angeben zu wollen.
7
Man mache hiervon die Anwendung ſelbſt.
Man mache hiervon die Anwendung
ſelbſt.
Man mache hiervon die Anwendung
ſelbſt.
Man mache hiervon die Anwendung
ſelbſt.
8
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
9
Woran denkſt du, Freund?
Woran denkſt du, Freund?
Woran denkſt du, Freund?
Woran denkſt du, Freund?
10
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
11
An nichts.
An nichts.
An nichts.
An nichts.
12
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
13
Aber du biſt ſo ſtill.
Aber du biſt ſo ſtill.
Aber du biſt ſo ſtill.
Aber du biſt ſo ſtill.
14
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
15
Eben darum. Wer denkt, wenn er genießt. Und ich
genieſſe des erquickenden Morgens.
Eben darum. Wer denkt, wenn er genießt.
Und ich genieſſe des erquickenden Morgens.
Eben darum. Wer denkt, wenn er genießt.
Und ich genieſſe des erquickenden Morgens.
Eben darum. Wer denkt, wenn er genießt.
Und ich genieſſe des erquickenden Morgens.
16
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
17
Du haſt Recht; und du hätteſt mir meine Frage
nur zurückgeben dürfen.
Du haſt Recht; und du haͤtteſt mir meine
Frage nur zuruͤckgeben duͤrfen.
Du haſt Recht; und du haͤtteſt mir meine
Frage nur zuruͤckgeben duͤrfen.
Du haſt Recht; und du haͤtteſt mir meine
Frage nur zuruͤckgeben duͤrfen.
18
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
19
Wenn ich an etwas dächte, würde ich darüber ſprechen.
Nichts geht über das laut denken mit einem Freunde.
Wenn ich an etwas daͤchte, wuͤrde ich dar-
uͤber ſprechen. Nichts geht uͤber das laut den-
ken mit einem Freunde.
Wenn ich an etwas daͤchte, wuͤrde ich dar-
uͤber ſprechen. Nichts geht uͤber das laut den-
ken mit einem Freunde.
Wenn ich an etwas daͤchte, wuͤrde ich dar-
uͤber ſprechen. Nichts geht uͤber das laut den-
ken mit einem Freunde.
20
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
21
Gewiß.
Gewiß.
Gewiß.
Gewiß.
22
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
23
Haſt du des ſchönen Morgens ſchon genug genoſſen; fällt
dir etwas ein: ſo ſprich du. Mir fällt nichts ein.
Haſt du des ſchoͤnen Morgens ſchon genug
genoſſen; faͤllt dir etwas ein: ſo ſprich du. Mir
faͤllt nichts ein.
Haſt du des ſchoͤnen Morgens ſchon genug
genoſſen; faͤllt dir etwas ein: ſo ſprich du. Mir
faͤllt nichts ein.
Haſt du des ſchoͤnen Morgens ſchon genug
genoſſen; faͤllt dir etwas ein: ſo ſprich du. Mir
faͤllt nichts ein.
24
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
25
Gut das! — Mir fällt ein, daß ich dich ſchon längſt um
etwas fragen wollen.
Gut das! — Mir faͤllt ein, daß ich dich
ſchon laͤngſt um etwas fragen wollen.
Gut das! — Mir faͤllt ein, daß ich dich
ſchon laͤngſt um etwas fragen wollen.
Gut das! — Mir faͤllt ein, daß ich dich
ſchon laͤngſt um etwas fragen wollen.
26
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
27
So frage doch.
So frage doch.
So frage doch.
So frage doch.
28
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
29
Iſt es wahr, Freund, daß du ein Freymäurer biſt?
Iſt es wahr, Freund, daß du ein Freymaͤu-
rer biſt?
Iſt es wahr, Freund, daß du ein Freymaͤu-
rer biſt?
Iſt es wahr, Freund, daß du ein Freymaͤu-
rer biſt?
30
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
31
Die Frage iſt eines der keiner iſt.
Die Frage iſt eines der keiner iſt.
Die Frage iſt eines der keiner iſt.
Die Frage iſt eines der keiner iſt.
32
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
33
Freylich! — Aber antworte mir gerader zu. — Biſt
[9]
du ein Freymäurer?
Freylich! — Aber antworte mir gerader
zu. — Biſt du ein Freymaͤurer?
Freylich! — Aber antworte mir gerader
zu. — Biſt du ein Freymaͤurer?
Freylich! — Aber antworte mir gerader
zu. — Biſt du ein Freymaͤurer?
34
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
35
Ich glaube es zu ſeyn.
Ich glaube es zu ſeyn.
Ich glaube es zu ſeyn.
Ich glaube es zu ſeyn.
36
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
37
Die Antwort iſt eines, der ſeiner Sache eben nicht ge-
wiß iſt.
Die Antwort iſt eines, der ſeiner Sache eben
nicht gewiß iſt.
Die Antwort iſt eines, der ſeiner Sache eben
nicht gewiß iſt.
Die Antwort iſt eines, der ſeiner Sache eben
nicht gewiß iſt.
38
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
39
O doch! Ich bin meiner Sache ſo ziemlich gewiß.
O doch! Ich bin meiner Sache ſo ziemlich
gewiß.
O doch! Ich bin meiner Sache ſo ziemlich
gewiß.
O doch! ich bin meiner Sache ſo ziemlich
gewiß.
40
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
41
Denn du wirſt ja wohl wiſſen, ob und wenn und wo
und von wem du aufgenommen worden.
Denn du wirſt ja wohl wiſſen, ob und wenn
und wo und von wem du aufgenommen wor-
den.
Denn du wirſt ja wohl wiſſen, ob und wenn
und wo und von wem du aufgenommen wor-
den.
Denn du wirſt ja wohl wiſſen, ob und wenn
und wo und von wem du aufgenommen wor-
den.
42
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
43
Das weiß ich allerdings; aber das würde ſo viel
nicht ſagen wollen.
Das weiß ich allerdings; aber das wuͤrde ſo
viel nicht ſagen wollen.
Das weiß ich allerdings; aber das wuͤrde ſo
viel nicht ſagen wollen.
Das weiß ich allerdings; aber das wuͤrde ſo
viel nicht ſagen wollen.
44
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
45
Nicht?
Nicht?
Nicht?
Nicht?
46
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
47
Wer nimmt nicht auf, und wer wird nicht aufgenommen!
Wer nimmt nicht auf, und wer wird nicht
aufgenommen!
Wer nimmt nicht auf, und wer wird nicht
aufgenommen!
Wer nimmt nicht auf, und wer wird nicht
aufgenommen!
48
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
49
Erkläre dich.
Erklaͤre dich.
Erklaͤre dich.
Erklaͤre dich.
50
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
51
Ich glaube ein Freymäurer zu ſeyn; nicht ſo wohl, weil
ich von älteren Maurern in einer geſetzlichen Loge auf-
genommen worden: ſondern weil ich einſehe und erkenne,
was und warum die Freymäurerey iſt, wenn und wo
sie geweſen, wie und wodurch ſie befördert oder gehin-
dert wird.
Ich glaube ein Freymaͤurer zu ſeyn; nicht
ſo wohl, weil ich von aͤlteren Maurern in einer
geſetzlichen Loge aufgenommen worden: ſondern
weil ich einſehe und erkenne, was und warum
die Freymaͤurerey iſt, wenn und wo ſie geweſen,
wie und wodurch ſie befoͤrdert oder gehindert
wird.
Ich glaube ein Freymaͤurer zu ſeyn; nicht
ſo wohl, weil ich von aͤlteren Maurern in einer
geſetzlichen Loge aufgenommen worden: ſondern
weil ich einſehe und erkenne, was und warum
die Freymaͤurerey iſt, wenn und wo ſie geweſen,
wie und wodurch ſie befoͤrdert oder gehindert
wird.
Ich glaube ein Freymaͤurer zu ſeyn; nicht
ſo wohl, weil ich von aͤlteren Maurern in einer
geſetzlichen Loge aufgenommen worden: ſondern
weil ich einſehe und erkenne, was und warum
die Freymaͤurerey iſt, wenn und wo ſie geweſen,
wie und wodurch ſie befoͤrdert oder gehindert
wird.
52
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
53
Und drückſt dich gleichwohl ſo zweifelhaft aus? - Ich
glaube einer zu ſeyn!
Und druͤckſt dich gleichwohl ſo zweifelhaft
aus? — Ich glaube einer zu ſeyn!
Und druͤckſt dich gleichwohl ſo zweifelhaft
aus? — Ich glaube einer zu ſeyn!
Und druͤckſt dich gleichwohl ſo zweifelhaft
aus? — Ich glaube einer zu ſeyn!
54
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
55
Dieſes Ausdrucks bin ich nun ſo gewohnt. Nicht zwar,
[11]
als ob ich Mangel an eigner Überzeugung hätte: ſondern
weil ich nicht gern mich jemanden gerade in den Weg ſtel-
len mag.
Dieſes Ausdrucks bin ich nun ſo gewohnt.
Nicht zwar, als ob ich Mangel an eigner Ueber-
zeugung haͤtte: ſondern weil ich nicht gern mich
jemanden gerade in den Weg ſtellen mag.
Dieſes Ausdrucks bin ich nun ſo gewohnt.
Nicht zwar, als ob ich Mangel an eigner Ueber-
zeugung haͤtte: ſondern weil ich nicht gern mich
jemanden gerade in den Weg ſtellen mag.
Dieſes Ausdrucks bin ich nun ſo gewohnt.
Nicht zwar, als ob ich Mangel an eigner Ueber-
zeugung haͤtte: ſondern weil ich nicht gern mich
jemanden gerade in den Weg ſtellen mag.
56
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
57
Du antworteſt mir als einem Fremden.
Du antworteſt mir als einem Fremden.
Du antworteſt mir als einem Fremden.
Du antworteſt mir als einem Fremden.
58
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
59
Fremder oder Freund!
Fremder oder Freund!
Fremder oder Freund!
Fremder oder Freund!
60
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
61
Du biſt aufgenommen, du weißt1 alles — —
Du biſt aufgenommen, du weiſt1 alles — —
Du biſt aufgenommen, du weiſt1 alles — —
Du biſt aufgenommen, du weiſt1 alles — —
62
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
63
Andere ſind auch aufgenommen, und glauben zu
wiſſen.
Andere ſind auch aufgenommen, und glauben
zu wiſſen.
Andere ſind auch aufgenommen, und glauben
zu wiſſen.
Andere ſind auch aufgenommen, und glauben
zu wiſſen.
64
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
65
Könnteſt du denn aufgenommen ſeyn, ohne zu wiſſen,
was du weißt?
Koͤnnteſt du denn aufgenommen ſeyn, ohne
zu wiſſen, was du weißt?
Koͤnnteſt du denn aufgenommen ſeyn, ohne
zu wiſſen, was du weißt?
Koͤnnteſt du denn aufgenommen ſeyn, ohne
zu wiſſen, was du weißt?
66
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
67
Leider!
Leider!
Leider!
Leider!
68
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
69
Wie ſo?
Wie ſo?
Wie ſo?
Wie ſo?
70
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
71
Weil viele, welche aufnehmen, es ſelbſt nicht wiſſen; die
wenigen aber, die es wiſſen, es nicht ſagen können.
Weil viele, welche aufnehmen, es ſelbſt nicht
wiſſen; die wenigen aber, die es wiſſen, es
nicht ſagen koͤnnen.
Weil viele, welche aufnehmen, es ſelbſt nicht
wiſſen; die wenigen aber, die es wiſſen, es
nicht ſagen koͤnnen.
Weil viele, welche aufnehmen, es ſelbſt nicht
wiſſen; die wenigen aber, die es wiſſen, es
nicht ſagen koͤnnen.
72
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
73
Und könnteſt du denn1 wiſſen, was du weißt, ohne auf-
genommen zu ſeyn?
Und koͤnnteſt du denn1 wiſſen, was du weißt,
ohne aufgenommen zu ſeyn?
Und koͤnnteſt du den1 wiſſen, was du weißt,
ohne aufgenommen zu ſeyn?
Und koͤnnteſt du denn1 wiſſen, was du weißt,
ohne aufgenommen zu ſeyn?
74
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
75
Warum nicht? — Die Freymäurerey iſt nichts willkühr-
liches, nichts entbehrliches: ſondern etwas nothwendiges,
das in dem Weſen des Menſchen und der bürgerlichen Ge-
ſellſchaft gegründet iſt. Folglich muß man auch durch
eignes Nachdenken eben ſo wohl darauf verfallen können,
als man durch Anleitung darauf geführet wird.
Warum nicht? — Die Freymaͤurerey iſt
nichts willkuͤhrliches, nichts entbehrliches: ſon-
dern etwas nothwendiges, das in dem Weſen
des Menſchen und der buͤrgerlichen Geſellſchaft
gegruͤndet iſt. Folglich muß man auch durch
eignes Nachdenken eben ſo wohl darauf verfallen
koͤnnen, als man durch Anleitung darauf gefuͤh-
ret wird.
Warum nicht? — Die Freymaͤurerey iſt
nichts willkuͤhrliches, nichts entbehrliches: ſon-
dern etwas nothwendiges, das in dem Weſen
des Menſchen und der buͤrgerlichen Geſellſchaft
gegruͤndet iſt. Folglich muß man auch durch
eignes Nachdenken eben ſo wohl darauf verfallen
koͤnnen, als man durch Anleitung darauf gefuͤh-
ret wird.
Warum nicht? — Die Freymaͤurerey iſt
nichts willkuͤhrliches, nichts entbehrliches: ſon-
dern etwas nothwendiges, das in dem Weſen
des Menſchen und der buͤrgerlichen Geſellſchaft
gegruͤndet iſt. Folglich muß man auch durch
eignes Nachdenken eben ſo wohl darauf verfallen
koͤnnen, als man durch Anleitung darauf gefuͤh-
ret wird.
76
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
77
Die Freymäurerey wäre nichts Willkührliches? — Hat ſie nicht
Worte und Zeichen und Gebräuche, welche alle anders ſeyn
könnten, und folglich willkührlich ſind?
Die Freymaͤurerey waͤre nichts Willkuͤhrli-
ches? — Hat ſie nicht Worte und Zeichen und
Gebraͤuche, welche alle anders ſeyn koͤnnten,
und folglich willkuͤhrlich ſind?
Die Freymaͤurerey waͤre nichts Willkuͤhrli-
ches? — Hat ſie nicht Worte und Zeichen und
Gebraͤuche, welche alle anders ſeyn koͤnnten,
und folglich willkuͤhrlich ſind.
Die Freymaͤurerey waͤre nichts Willkuͤhrli-
ches? — Hat ſie nicht Worte und Zeichen und
Gebraͤuche, welche alle anders ſeyn koͤnnten,
und folglich willkuͤhrlich ſind?
78
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
79
Das hat ſie. Aber dieſe Worte und dieſe Zeichen und
dieſe Gebräuche, ſind nicht die Freymäurerey.
Das hat ſie. Aber dieſe Worte und dieſe
Zeichen und dieſe Gebraͤuche, ſind nicht die
Freymaͤurerey.
Das hat ſie. Aber dieſe Worte und dieſe
Zeichen und dieſe Gebraͤuche, ſind nicht die
Freymaͤurerey.
Das hat ſie. Aber dieſe Worte und dieſe
Zeichen und dieſe Gebraͤuche, ſind nicht die
Freymaͤurerey.
80
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
81
Die Freymäurerey wäre nichts Entbehrliches? — Wie machten
es denn die Menſchen, als die Freymäurerey noch nicht war?
Die Freymaͤurerey waͤre nichts Entbehrli-
ches? — Wie machten es denn die Menſchen,
als die Freymaͤurerey noch nicht war?
Die Freymaͤurerey waͤre nichts Entbehrli-
ches? — Wie machten es denn die Menſchen,
als die Freymaͤurerey noch nicht war?
Die Freymaͤurerey waͤre nichts Entbehrli-
ches? — Wie machten es denn die Menſchen,
als die Freymaͤurerey noch nicht war?
82
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
83
Die Freymäurerey war immer.
Die Freymaͤurerey war immer.
Die Freymaͤurerey war immer.
Die Freymaͤurerey war immer.
84
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
85
Nun was iſt ſie denn, dieſe nothwendige, dieſe un-
entbehrliche Freymäurerey?
Nun was iſt ſie denn, dieſe nothwendige,
dieſe unentbehrliche Freymaͤurerey?
Nun was iſt ſie denn, dieſe nothwendige,
dieſe unentbehrliche Freymaͤurerey?
Nun was iſt ſie denn, dieſe nothwendige,
dieſe unentbehrliche Freymaͤurerey?
86
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
87
Wie ich dir ſchon zu verſtehen gegeben: — Etwas, das ſelbſt
die, die es wiſſen, nicht ſagen können.
Wie ich dir ſchon zu verſtehen gegeben: —
Etwas, das ſelbſt die, die es wiſſen, nicht ſa-
gen koͤnnen.
Wie ich dir ſchon zu verſtehen gegeben: —
Etwas, das ſelbſt die, die es wiſſen, nicht ſa-
gen koͤnnen.
Wie ich dir ſchon zu verſtehen gegeben: —
Etwas, das ſelbſt die, die es wiſſen, nicht ſa-
gen koͤnnen.
88
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
89
Alſo ein Unding.
Alſo ein Unding.
Alſo ein Unding.
Alſo ein Unding.
90
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
91
Übereile dich nicht.
Uebereile dich nicht.
Uebereile dich nicht.
Uebereile dich nicht.
92
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
93
Wovon ich einen Begriff habe, das kann ich auch mit Worten
ausdrücken.
Wovon ich einen Begriff habe, das kann
ich auch mit Worten ausdruͤcken.
Wovon ich einen Begriff habe, das kann
ich auch mit Worten ausdruͤcken.
Wovon ich einen Begriff habe, das kann
ich auch mit Worten ausdruͤcken.
94
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
95
Nicht immer; und oft wenigſtens nicht ſo, daß andre durch
die Worte vollkommen eben denſelben Begriff bekommen, den
ich dabey habe.
Nicht immer; und oft wenigſtens nicht ſo,
daß andre durch die Worte vollkommen eben
[19]
denſelben Begriff bekommen, den ich dabey
habe.
Nicht immer; und oft wenigſtens nicht ſo,
daß andre durch die Worte vollkommen eben
[19]
denſelben Begriff bekommen, den ich dabey
habe.
Nicht immer; und oft wenigſtens nicht ſo,
daß andre durch die Worte vollkommen eben
[19]
denſelben Begriff bekommen, den ich dabey
habe.
96
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
97
Wenn nicht vollkommen eben denſelben, doch einen etwanigen.
Wenn nicht vollkommen eben denſelben, doch
einen etwanigen.
Wenn nicht vollkommen eben denſelben, doch
einen etwanigen.
Wenn nicht vollkommen eben denſelben, doch
einen etwanigen.
98
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
99
Der etwanige Begriff wäre hier unnütz oder gefährlich.
Unnütz, wenn er nicht genug; und gefährlich, wenn er das ge-
ringſte zu viel enthielte.
Der etwanige Begriff waͤre hier unnuͤtz oder
gefaͤhrlich. Unnuͤtz, wenn er nicht genug; und
gefaͤhrlich, wenn er das geringſte zu viel ent-
hielte.
Der etwanige Begriff waͤre hier unnuͤtz oder
gefaͤhrlich. Unnuͤtz, wenn er nicht genug; und
gefaͤhrlich, wenn er das geringſte zu viel ent-
hielte.
Der etwanige Begriff waͤre hier unnuͤtz oder
gefaͤhrlich. Unnuͤtz, wenn er nicht genug; und
gefaͤhrlich, wenn er das geringſte zu viel ent-
hielte.
100
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
101
Sonderbar! — da alſo ſelbſt die Freymäurer, welche das Ge-
heimniß ihres Ordens wiſſen, es nicht wörtlich mittheilen
können, wie breiten ſie denn gleichwohl ihren Orden aus?
Sonderbar! — Da alſo ſelbſt die Freymaͤu-
rer, welche das Geheimniß ihres Ordens wiſ-
ſen, es nicht woͤrtlich mittheilen koͤnnen, wie
breiten ſie denn gleichwohl ihren Orden aus?
Sonderbar! — Da alſo ſelbſt die Freymaͤu-
rer, welche das Geheimniß ihres Ordens wiſ-
ſen, es nicht woͤrtlich mittheilen koͤnnen, wie
breiten ſie denn gleichwohl ihren Orden aus?
Sonderbar! — Da alſo ſelbſt die Freymaͤu-
rer, welche das Geheimniß ihres Ordens wiſ-
ſen, es nicht woͤrtlich mittheilen koͤnnen, wie
breiten ſie denn gleichwohl ihren Orden aus?
102
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
103
Durch Thaten. — Sie laſſen gute Männer und Jünglinge,
die ſie ihres nähern Umgangs würdigen, ihre Thaten ver-
muthen, errathen, — ſehen, ſo weit ſie zu ſehen ſind; die-
ſe finden Geſchmack daran, und thun ähnliche Thaten.
Durch Thaten. — Sie laſſen gute Maͤnner
und Juͤnglinge, die ſie ihres naͤhern Umgangs
wuͤrdigen, ihre Thaten vermuthen, errathen, —
ſehen, ſo weit ſie zu ſehen ſind; dieſe finden
Geſchmack daran, und thun aͤhnliche Thaten.
Durch Thaten. — Sie laſſen gute Maͤnner
und Juͤnglinge, die ſie ihres naͤhern Umgangs
wuͤrdigen, ihre Thaten vermuthen, errathen, —
ſehen, ſo weit ſie zu ſehen ſind; dieſe finden
Geſchmack daran, und thun aͤhnliche Thaten.
Durch Thaten. — Sie laſſen gute Maͤnner
und Juͤnglinge, die ſie ihres naͤhern Umgangs
wuͤrdigen, ihre Thaten vermuthen, errathen, —
ſehen, ſo weit ſie zu ſehen ſind; dieſe finden Ge-
ſchmack daran, und thun aͤhnliche Thaten.
104
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
105
Thaten? Thaten der Freymäurer? — Ich kenne keine andere,
als ihre Reden und Lieder, die meiſtentheils ſchöner ge-


druckt[16], als gedacht und geſagt ſind.
Thaten? Thaten der Freymaͤurer? — Ich
kenne keine andere, als ihre Reden und Lieder,
die meiſtentheils ſchoͤner gedruckt, als gedacht
und geſagt ſind.
Thaten? Thaten der Freymaͤurer? — Ich
kenne keine andere, als ihre Reden und Lieder,
die meiſtentheils ſchoͤner gedruckt, als gedacht
und geſagt ſind.
Thaten? Thaten der Freymaͤurer? — Ich
kenne keine andere, als ihre Reden und Lieder,
die meiſtentheils ſchoͤner gedruckt, als gedacht
und geſagt ſind.
106
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
107
Das haben ſie mit mehrern Reden und Liedern gemein.
Das haben ſie mit mehrern Reden und Lie-
dern gemein.
Das haben ſie mit mehrern Reden und Lie-
dern gemein.
Das haben ſie mit mehrern Reden und Lie-
dern gemein.
108
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
109
Oder ſoll ich das für ihre Thaten nehmen, was ſie in dieſen
Reden und Liedern von ſich rühmen?
Oder ſoll ich das fuͤr ihre Thaten nehmen,
was ſie in dieſen Reden und Liedern von ſich
ruͤhmen?
Oder ſoll ich das fuͤr ihre Thaten nehmen,
was ſie in dieſen Reden und Liedern von ſich
ruͤhmen?
Oder ſoll ich das fuͤr ihre Thaten nehmen,
was ſie in dieſen Reden und Liedern von ſich
ruͤhmen?
110
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
111
Wenn ſie es nicht blos von ſich rühmen.
Wenn ſie es nicht blos von ſich ruͤhmen.
Wenn ſie es nicht blos von ſich ruͤhmen.
Wenn ſie es nicht blos von ſich ruͤhmen.
112
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
113
Und was rühmen ſie denn von ſich? — Lauter Dinge, die
man von jedem guten Menſchen, von jedem rechtſchaffnen Bürger
erwartet. — Sie ſind ſo freundſchaftlich, ſo gutthätig,
ſo gehorſam, ſo voller Vaterlands Liebe!
Und was ruͤhmen ſie denn von ſich? — Lau-
ter Dinge, die man von jedem guten Men-
ſchen, von jedem rechtſchaffnen Buͤrger erwar-
tet. — Sie ſind ſo freundſchaftlich, ſo gut-
thaͤtig, ſo gehorſam, ſo voller Vaterlands
Liebe!
Und was ruͤhmen ſie denn von ſich? — Lau-
ter Dinge, die man von jedem guten Men-
ſchen, von jedem rechtſchaffnen Buͤrger erwar-
tet. — Sie ſind ſo freundſchaftlich, ſo gut-
thaͤtig, ſo gehorſam, ſo voller Vaterlands
Liebe!
Und was ruͤhmen ſie denn von ſich? — Lau-
ter Dinge, die man von jedem guten Men-
ſchen, von jedem rechtſchaffnen Buͤrger erwar-
tet. — Sie ſind ſo freundſchaftlich, ſo gut-
thaͤtig, ſo gehorſam, ſo voller Vaterlands
Liebe!
114
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
115
Iſt denn das nichts?
Iſt denn das nichts?
Iſt denn das nichts?
Iſt denn das nichts?
116
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
117
Nichts! — um ſich dadurch von andern Menſchen auszuſon-
dern. — Wer ſoll das nicht ſeyn?
Nichts! — um ſich dadurch von andern
Menſchen auszuſondern. — Wer ſoll das nicht
ſeyn?
Nichts! — um ſich dadurch von andern
Menſchen auszuſondern. — Wer ſoll das nicht
ſeyn?
Nichts! — um ſich dadurch von andern
Menſchen auszuſondern. — Wer ſoll das nicht
ſeyn?
118
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
119
Soll!
Soll!
Soll!
Soll!
120
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
121
Wer hat, dieſes zu ſeyn, nicht, auch auſſer der Freymäu-
rerey, Antrieb und Gelegenheit genug?
Wer hat, dieſes zu ſeyn, nicht, auch auſ-
ſer der Freymaͤurerey, Antrieb und Gelegenheit
genug?
Wer hat, dieſes zu ſeyn, nicht, auch auſ-
ſer der Freymaͤurerey, Antrieb und Gelegenheit
genug?
Wer hat, dieſes zu ſeyn, nicht, auch auſ-
ſer der Freymaͤurerey, Antrieb und Gelegenheit
genug?
122
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
123
Aber doch in ihr, und durch ſie, einen Antrieb mehr.
Aber doch in ihr, und durch ſie, einen An-
trieb mehr.
Aber doch in ihr, und durch ſie, einen An-
trieb mehr.
Aber doch in ihr, und durch ſie, einen An-
trieb mehr.
124
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
125
Sage mir nichts von der Menge der Antriebe. Lieber
einem einzigen Antriebe alle mögliche intenſive Kraft
gegeben! — die Menge ſolcher Antriebe iſt wie die Menge
der Räder in einer Maſchine. Je mehr Räder: deſto wan-
delbarer.
Sage mir nichts von der Menge der Antrie-
be. Lieber einem einzigen Antriebe alle moͤgli-
che intenſive Kraft gegeben! — Die Menge
ſolcher Antriebe iſt wie die Menge der Raͤder in
einer Maſchine. Je mehr Raͤder: deſto wandel-
barer.
Sage mir nichts von der Menge der Antrie-
be. Lieber einem einzigen Antriebe alle moͤgli-
che intenſive Kraft gegeben! — Die Menge
ſolcher Antriebe iſt wie die Menge der Raͤder in
einer Maſchine. Je mehr Raͤder: deſto wandel-
barer.
Sage mir nichts von der Menge der Antrie-
be. Lieber einem einzigen Antriebe alle moͤgli-
che intenſive Kraft gegeben! — Die Menge
ſolcher Antriebe iſt wie die Menge der Raͤder in
einer Maſchine. Je mehr Raͤder: deſto wandel-
barer.
126
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
127
Ich kann dir das nicht widerſprechen.
Ich kann dir das nicht widerſprechen.
Ich kann dir das nicht widerſprechen.
Ich kann dir das nicht widerſprechen.
128
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
129
Und was für einen Antrieb mehr! — Der alle andre1 Antriebe
verkleinert, verdächtig macht! ſich ſelbſt für den ſtärkſten und
beſten ausgiebt!
Und was fuͤr einen Antrieb mehr! — Der
alle andre1 Antriebe verkleinert, verdaͤchtig
macht! ſich ſelbſt fuͤr den ſtaͤrkſten und beſten
ausgiebt!
Und was fuͤr einen Antrieb mehr! — Der
alle andre1 Antriebe verkleinert, verdaͤchtig
macht! ſich ſelbſt fuͤr den ſtaͤrkſten und beſten
ausgiebt!
Und was fuͤr einen Antrieb mehr! — Der
alle andere1 Antriebe verkleinert, verdaͤchtig
macht! ſich ſelbſt fuͤr den ſtaͤrkſten und beſten
ausgiebt!
130
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
131
Freund, ſey billig! — Hyperbel, Quidproquo jener ſchalen
Reden und Lieder! Probewerk! Jüngerarbeit!
Freund, ſey billig! — Hyperbel, Quidpro-
quo jener ſchalen Reden und Lieder! Probewerk!
Juͤngerarbeit!
Freund, ſey billig! — Hyperbel, Quidpro-
quo jener ſchalen Reden und Lieder! Probewerk!
Juͤngerarbeit!
Freund, ſey billig! — Hyperbel, Quidpro-
quo jener ſchalen Reden und Lieder! Probewerk!
Juͤngerarbeit!
132
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
133
Das will ſagen: Bruder Redner iſt ein Schwätzer.
Das will ſagen: Bruder Redner iſt ein
Schwaͤtzer.
Das will ſagen: Bruder Redner iſt ein
Schwaͤtzer.
Das will ſagen: Bruder Redner iſt ein
Schwaͤtzer.
134
Falk.
Falk
Falk
Falk
135
Das will nur ſagen: was Bruder Redner an den Frey-
mäurern preiſet, das ſind nun freylich ihre Thaten eben
nicht. Denn Bruder Redner iſt wenigſtens kein Plauderer;
und Thaten ſprechen von ſelbſt.
Das will nur ſagen: was Bruder Redner
an den Freymaͤurern preiſet, das ſind nun frey-
lich ihre Thaten eben nicht. Denn Bruder
Redner iſt wenigſtens kein Plauderer; und Tha-
ten ſprechen von ſelbſt.
Das will nur ſagen: was Bruder Redner
an den Freymaͤurern preiſet, das ſind nun frey-
lich ihre Thaten eben nicht. Denn Bruder
Redner iſt wenigſtens kein Plauderer; und Tha-
ten ſprechen von ſelbſt.
Das will nur ſagen: was Bruder Redner an
den Freymaͤurern preiſet, das ſind nun frey-
lich ihre Thaten eben nicht. Denn Bruder
Redner iſt wenigſtens kein Plauderer; und Tha-
ten ſprechen von ſelbſt.
136
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
137
Ja, nun merke ich worauf du zieleſt. Wie konnten ſie
mir nicht gleich einfallen dieſe Thaten, dieſe ſprechende Tha-
ten. Faſt möchte ich ſie ſchreyende nennen. Nicht genug, daß
ſich die Freymäurer einer den andern unterſtützen, auf
das kräftigſte unterſtützen: denn das wäre nur die noth-
wendige Eigenſchaft einer jeden Bande. Was thun ſie nicht
für das geſammte Publicum eines jeden Staats, deſſen Glie-
der ſie ſind!
Ja, nun merke ich worauf du zieleſt. Wie
konnten ſie mir nicht gleich einfallen dieſe Tha-


ten[25], dieſe ſprechende Thaten. Faſt moͤchte ich
ſie ſchreyende nennen. Nicht genug, daß ſich
die Freymaͤurer einer den andern unterſtuͤtzen,
auf das kraͤftigſte unterſtuͤtzen: denn das waͤre
nur die nothwendige Eigenſchaft einer jeden
Bande. Was thun ſie nicht fuͤr das geſammte
Publicum eines jeden Staats, deſſen Glieder
ſie ſind!
Ja, nun merke ich worauf du zieleſt. Wie
konnten ſie mir nicht gleich einfallen dieſe Tha-


ten[25], dieſe ſprechende Thaten. Faſt moͤchte ich
ſie ſchreyende nennen. Nicht genug, daß ſich
die Freymaͤurer einer den andern unterſtuͤtzen,
auf das kraͤftigſte unterſtuͤtzen: denn das waͤre
nur die nothwendige Eigenſchaft einer jeden
Bande. Was thun ſie nicht fuͤr das geſammte
Publicum eines jeden Staats, deſſen Glieder
ſie ſind!
Ja, nun merke ich worauf du zieleſt. Wie
konnten ſie mir nicht gleich einfallen dieſe Tha-


ten[25], dieſe ſprechende Thaten. Faſt moͤchte ich
ſie ſchreyende nennen. Nicht genug, daß ſich
die Freymaͤurer einer den andern unterſtuͤtzen,
auf das kraͤftigſte unterſtuͤtzen: denn das waͤre
nur die nothwendige Eigenſchaft einer jeden
Bande. Was thun ſie nicht fuͤr das geſammte
Publicum eines jeden Staats, deſſen Glieder
ſie ſind!
138
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
139
Zum Exempel? — Damit ich doch höre, ob du auf der rechten
Spur biſt.
Zum Exempel? — Damit ich doch hoͤre,
ob du auf der rechten Spur biſt.
Zum Exempel? — Damit ich doch hoͤre,
ob du auf der rechten Spur biſt.
Zum Exempel? — Damit ich doch hoͤre,
ob du auf der rechten Spur biſt.
140
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
141
Z.E. die Freymäurer in Stockholm! — Haben ſie nicht
ein groſſes Findelhaus errichtet?
Z.E. die Freymaͤurer in Stockholm! — Ha-
ben ſie nicht ein groſſes Findelhaus errichtet?
Z.E. die Freymaͤurer in Stockholm! — Ha-
ben ſie nicht ein groſſes Findelhaus errichtet?
Z.E. die Freymaͤurer in Stockholm! — Ha-
ben ſie nicht ein groſſes Findelhaus errichtet?
142
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
143
Wenn die Freymäurer in Stockholm ſich nur auch bey einer
andern Gelegenheit thätig erwieſen haben.
Wenn die Freymaͤurer in Stockholm ſich nur
auch bey einer andern Gelegenheit thaͤtig erwie-
ſen haben.
Wenn die Freymaͤurer in Stockholm ſich nur
auch bey einer andern Gelegenheit thaͤtig erwie-
ſen haben.
Wenn die Freymaͤurer in Stockholm ſich nur
auch bey einer andern Gelegenheit thaͤtig erwie-
ſen haben.
144
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
145
Bey welcher andern?
Bey welcher andern?
Bey welcher andern?
Bey welcher andern?
146
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
147
Bey ſonſt andern; meyne ich.
Bey ſonſt andern; meyne ich.
Bey ſonſt andern; meyne ich.
Bey ſonſt andern; meyne ich.
148
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
149
Und die Freymäurer in Dresden! die arme junge Mäd-
chen mit Arbeit beſchäftigen, ſie klöppeln und ſtücken
laſſen, — damit das Findelhaus nur kleiner ſeyn dürffe1.
Und die Freymaͤurer in Dresden! die arme
junge Maͤdchen mit Arbeit beſchaͤftigen, ſie kloͤp-
peln und ſtuͤcken laſſen, — damit das Findel-
haus nur kleiner ſeyn duͤrffe1.
Und die Freymaͤurer in Dresden! die arme
junge Maͤdchen mit Arbeit beſchaͤftigen, ſie kloͤp-
peln und ſtuͤcken laſſen, — damit das Findel-
haus nur kleiner ſeyn duͤrfe1.
Und die Freymaͤurer in Dresden! die arme
junge Maͤdchen mit Arbeit beſchaͤftigen, ſie kloͤp-
peln und ſtuͤcken laſſen , — damit das Findel-
haus nur kleiner ſeyn duͤrffe1.
150
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
151
Ernſt! du weißt wohl, wenn ich dich deines Namens1 er-
innere.
Ernſt! Du weißt wohl, wenn ich dich deines
Nahmens1 erinnere.
Ernſt! Du weißt wohl, wenn ich dich deines
Namens1 erinnere.
Ernſt! Du weißt wohl, wenn ich dich deines
Nahmens1 erinnere.
152
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
153
Ohne alle Gloſſen dann. — Und die Freymäurer in Braun-

ſchweig[21]! die arme fähige Knaben im Zeichnen unterrichten
laſſen.
Ohne alle Gloſſen dann. — Und die Frey-
maͤurer in Braunſchweig! die arme faͤhige Kna-
ben im Zeichnen unterrichten laſſen.
Ohne alle Gloſſen dann. — Und die Frey-
maͤurer in Braunſchweig! die arme faͤhige Kna-
ben im Zeichnen unterrichten laſſen.
Ohne alle Gloſſen dann. — Und die Frey-
maͤurer in Braunſchweig! die arme faͤhige Kna-
ben im Zeichnen unterrichten laſſen.
154
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
155
Warum nicht?
Warum nicht?
Warum nicht?
Warum nicht?
156
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
157
Und die Freymäurer in Berlin! die das Baſedowſche Phi-
lantropin unterſtützen.
Und die Freymaͤurer in Berlin! die das Ba-
ſedowſche Philantropin unterſtuͤtzen.
Und die Freymaͤurer in Berlin! die das Ba-
ſedowſche Philantropin unterſtuͤtzen.
Und die Freymaͤurer in Berlin! die das Ba-
ſedowſche Philantropin unterſtuͤtzen.
158
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
159
Was ſagſt du? — die Freymäurer? das Philantropin?
unterſtützen? — Wer hat dir das aufgebunden?
Was ſagſt du? — Die Freymaͤurer? Das
Philantropin? unterſtuͤtzen? — Wer hat dir
das aufgebunden?
Was ſagſt du? — Die Freymaͤurer? Das
Philantropin? unterſtuͤtzen? — Wer hat dir
das aufgebunden?
Was ſagſt du? — Die Freymaͤurer? Das
Philantropin? unterſtuͤtzen? — Wer hat dir
das aufgebunden?
160
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
161
Die Zeitung hat es auspoſaunet.
Die Zeitung hat es auspoſaunet.
Die Zeitung hat es auspoſaunet.
Die Zeitung hat es auspoſaunet.
162
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
163
Die Zeitung! — da müßte ich Baſedows eigenhändige
Quittung ſehen. Und müßte gewiß ſeyn, daß die Quittung
[22]
nicht an Freymäurer in Berlin, ſondern an die Frey-
mäurer gerichtet wäre.
Die Zeitung! — Da muͤßte ich Baſedows
eigenhaͤndige Quittung ſehen. Und muͤßte ge-
wiß ſeyn, daß die Quittung nicht an Freymaͤu-
rer in Berlin, ſondern an die Freymaͤurer ge-
richtet waͤre.
Die Zeitung! — Da muͤßte ich Baſedows
eigenhaͤndige Quittung ſehen. Und muͤßte ge-
wiß ſeyn, daß die Quittung nicht an Freymaͤu-
rer in Berlin, ſondern an die Freymaͤurer ge-
richtet waͤre.
Die Zeitung! — Da muͤßte ich Baſedows
eigenhaͤndige Quittung ſehen. Und muͤßte ge-
wiß ſeyn, daß die Quittung nicht an Freymaͤu-
rer in Berlin, ſondern an die Freymaͤurer ge-
richtet waͤre.
164
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
165
Was iſt das? — Billigeſt du denn Baſedows Inſtitut nicht?
Was iſt das? — Billigeſt du denn Baſe-
dows Inſtitut nicht?
Was iſt das? — Billigeſt du denn Baſe-
dows Inſtitut nicht?
Was iſt das? — Billigeſt du denn Baſe-
dows Inſtitut nicht?
166
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
167
Ich nicht? Wer kann es mehr billigen?
Ich nicht? Wer kann es mehr billigen?
Ich nicht? Wer kann es mehr billigen?
Ich nicht? Wer kann es mehr billigen?
168
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
169
So wirſt du ihm ja dieſe Unterſtützung nicht mißgönnen?
So wirſt du ihm ja dieſe Unterſtuͤtzung nicht
mißgoͤnnen?
So wirſt du ihm ja dieſe Unterſtuͤtzung nicht
mißgoͤnnen?
So wirſt du ihm ja dieſe Unterſtuͤtzung nicht
mißgoͤnnen?
170
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
171
Mißgönnen? — Wer kann ihm alles Gute mehr gön-
nen, als Ich?
Mißgoͤnnen? — Wer kann ihm alles Gute
mehr goͤnnen, als Ich?
Mißgoͤnnen? — Wer kann ihm alles Gute
mehr goͤnnen, als Ich?
Mißgoͤnnen? — Wer kann ihm alles Gute
mehr goͤnnen, als Ich?
172
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
173
Nun dann! — Du wirſt mir unbegreiflich.
Nun dann! — Du wirſt mir unbegreiflich.
Nun dann! — Du wirſt mir unbegreiflich.
Nun dann! — Du wirſt mir unbegreiflich.
174
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
175
Ich glaube wohl. Dazu habe ich Unrecht. — Denn auch die
Freymäurer können etwas thun, was ſie nicht als
[23]
Freymäurer thun.
Ich glaube wohl. Dazu habe ich Unrecht. —
Denn auch die Freymaͤurer koͤnnen etwas thun,
was ſie nicht als Freymaͤurer thun.
Ich glaube wohl. Dazu habe ich Unrecht. —
Denn auch die Freymaͤurer koͤnnen etwas thun,
was ſie nicht als Freymaͤurer thun.
Ich glaube wohl. Dazu habe ich Unrecht. —
Denn auch die Freymaͤurer koͤnnen etwas thun,
was ſie nicht als Freymaͤurer thun.
176
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
177
Und ſoll das von allen auch ihren übrigen guten Tha-
ten gelten?
Und ſoll das von allen auch ihren uͤbrigen
guten Thaten gelten?
Und ſoll das von allen auch ihren uͤbrigen
guten Thaten gelten?
Und ſoll das von allen auch ihren uͤbrigen
guten Thaten gelten?
178
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
179
Vielleicht! — Vielleicht, daß alle die guten Thaten, die du mir
da genannt haſt, um mich eines ſcholaſtiſchen Ausdruckes,
der Kürze wegen zu bedienen, nur ihre Thaten ‚ad extra‘ ſind.
Vielleicht! — Vielleicht, daß alle die guten
Thaten, die du mir da genannt haſt, um mich
eines ſcholaſtiſchen Ausdruckes, der Kuͤrze we-
gen zu bedienen, nur ihre Thaten ‚ad extra‘ ſind.
Vielleicht! — Vielleicht, daß alle die guten
Thaten, die du mir da genannt haſt, um mich
eines ſcholaſtiſchen Ausdruckes, der Kuͤrze we-
gen zu bedienen, nur ihre Thaten ‚ad extra‘ ſind.
Vielleicht! — Vielleicht, daß alle die guten
Thaten, die du mir da genannt haſt, um mich
eines ſcholaſtiſchen Ausdruckes, der Kuͤrze we-
gen zu bedienen, nur ihre Thaten ‚ad extra‘ ſind.
180
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
181
Wie meynſt du das?
Wie meynſt du das?
Wie meynſt du das?
Wie meynſt du das?
182
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
183
Nur ihre Thaten, die dem Volke in die Augen fallen; —
nur Thaten, die ſie blos deswegen thun, damit ſie dem Volke1
in die Augen fallen ſollen.
Nur ihre Thaten, die dem Volke in die
Augen fallen; — nur Thaten, die ſie blos des-
wegen thun, damit ſie dem Volk1 in die Augen
fallen ſollen.
Nur ihre Thaten, die dem Volke in die
Augen fallen; — nur Thaten, die ſie blos des-
wegen thun, damit ſie dem Volk1 in die Augen
fallen ſollen.
Nur ihre Thaten, die dem Volke in die
Augen fallen; — nur Thaten, die ſie blos des-
wegen thun, damit ſie dem Volk1 in die Augen
fallen ſollen.
184
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
185
Um Achtung und Duldung zu genieſſen?
Um Achtung und Duldung zu genieſſen?
Um Achtung und Duldung zu genieſſen?
Um Achtung und Duldung zu genieſſen?
186
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
187
Könnte wohl ſeyn.
Koͤnnte wohl ſeyn.
Koͤnnte wohl ſeyn.
Koͤnnte wohl ſeyn.
188
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
189
Aber ihre wahre Thaten denn? — Du ſchweigſt?
Aber ihre wahre Thaten denn? — Du
ſchweigſt?
Aber ihre wahre Thaten denn? — Du
ſchweigſt?
Aber ihre wahre Thaten denn? — Du
ſchweigſt?
190
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
191
Wenn ich dir nicht ſchon geantwortet hätte? — Ihre wahre
Thaten ſind ihr Geheimniß.
Wenn ich dir nicht ſchon geantwortet haͤt-
te? — Ihre wahre Thaten ſind ihr Geheimniß.
Wenn ich dir nicht ſchon geantwortet haͤt-
te? — Ihre wahre Thaten ſind ihr Geheimniß.
Wenn ich dir nicht ſchon geantwortet haͤt-
te? — Ihre wahre Thaten ſind ihr Geheimniß.
192
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
193
Ha! ha! Alſo auch nicht erklärbar durch Worte?
Ha! ha! Alſo auch nicht erklaͤrbar durch
Worte?
Ha! ha! Alſo auch nicht erklaͤrbar durch
Worte?
Ha! ha! Alſo auch nicht erklaͤrbar durch
Worte?
194
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
195
Nicht wohl! — Nur ſo viel kann und darf ich dir ſagen:
die wahren Thaten der Freymäurer ſind ſo groß, ſo weitaus-
ſehend
1, daß ganze Jahrhunderte vergehen können, ehe man ſagen
kann: das haben ſie gethan! Gleichwohl haben ſie alles
Gute gethan, was noch in der Welt iſt, — merke wohl: in der
Welt! — Und fahren fort, an alle dem Guten zu arbeiten,
[25]
was noch in der Welt werden wird, — merke wohl, in der Welt.
Nicht wohl! — Nur ſo viel kann und darf
ich dir ſagen: die wahren Thaten der Freymaͤu-
rer ſind ſo groß, ſo weit ausſehend1, daß ganze
Jahrhunderte vergehen koͤnnen, ehe man ſagen
kann: das haben ſie gethan! Gleichwohl haben
ſie alles Gute gethan, was noch in der Welt
iſt, — merke wohl: in der Welt! — Und
fahren fort, an alle dem Guten zu arbeiten,
was noch in der Welt werden wird, — merke
wohl, in der Welt.
Nicht wohl! — Nur ſo viel kann und darf
ich dir ſagen: die wahren Thaten der Freymaͤu-
rer ſind ſo groß, ſo weit ausſehend1, daß ganze
Jahrhunderte vergehen koͤnnen, ehe man ſagen
kann: das haben ſie gethan! Gleichwohl haben
ſie alles Gute gethan, was noch in der Welt
iſt, — merke wohl: in der Welt! — Und
fahren fort, an alle dem Guten zu arbeiten,
was noch in der Welt werden wird, — merke
wohl, in der Welt.
Nicht wohl! — Nur ſo viel kann und darf
ich dir ſagen: die wahren Thaten der Freymaͤu-
rer ſind ſo groß, ſo weit ausſehend1, daß ganze
Jahrhunderte vergehen koͤnnen, ehe man ſagen
kann: das haben ſie gethan! Gleichwohl haben
ſie alles Gute gethan, was noch in der Welt
iſt, — merke wohl: in der Welt! — Und
fahren fort, an alle dem Guten zu arbeiten,
was noch in der Welt werden wird, — merke
wohl, in der Welt.
196
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
197
O geh! Du haſt mich zum beſten.
O geh! Du haſt mich zum beſten.
O geh! Du haſt mich zum beſten.
O geh! Du haſt mich zum beſten.
198
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
199
Wahrlich nicht. — Aber ſieh! dort fliegt ein Schmetterling,
den ich haben muß. Es iſt der von der Wolfmilchsraupe. —
Geſchwind ſage ich dir nur noch: die wahren Thaten der Frey-
mäurer zielen dahin, um größten Theils alles, was man ge-
meiniglich gute Thaten zu nennen pflegt, entbehrlich zu
machen.
Wahrlich nicht. — Aber ſieh! dort fliegt
ein Schmetterling, den ich haben muß. Es iſt
[33]
der von der Wolfmilchsraupe. — Geſchwind
ſage ich dir nur noch: die wahren Thaten der
Freymaͤurer zielen dahin, um groͤßten Theils
alles, was man gemeiniglich gute Thaten zu
nennen pflegt, entbehrlich zu machen.
Wahrlich nicht. — Aber ſieh! dort fliegt
ein Schmetterling, den ich haben muß. Es iſt
[33]
der von der Wolfmilchsraupe. — Geſchwind
ſage ich dir nur noch: die wahren Thaten der
Freymaͤurer zielen dahin, um groͤßten Theils
alles, was man gemeiniglich gute Thaten zu
nennen pflegt, entbehrlich zu machen.
Wahrlich nicht. — Aber ſieh! dort fliegt
ein Schmetterling, den ich haben muß. Es iſt
[33]
der von der Wolfmilchsraupe. — Geſchwind
ſage ich dir nur noch: die wahren Thaten der
Freymaͤurer zielen dahin, um groͤßten Theils
alles, was man gemeiniglich gute Thaten zu
nennen pflegt, entbehrlich zu machen.
200
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
201
Und ſind doch auch gute Thaten?
Und ſind doch auch gute Thaten?
Und ſind doch auch gute Thaten?
Und ſind doch auch gute Thaten?
202
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
203
Es kann keine beſſere geben. — Denke einen Augenblick da-
rüber nach. Ich bin gleich wieder bey dir.
Es kann keine beſſere geben. — Denke
einen Augenblick daruͤber nach. Ich bin gleich
wieder bey dir.
Es kann keine beſſere geben. — Denke
einen Augenblick daruͤber nach. Ich bin gleich
wieder bey dir.
Es kann keine beſſere geben. — Denke
einen Augenblick daruͤber nach. Ich bin gleich
wieder bey dir.
204
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
205
Gute Thaten, welche darauf zielen, gute Thaten entbehrlich
zu machen? — Das iſt ein Räthſel. Und über ein Räthſel
denke ich nicht nach. — Lieber lege ich mich indeß unter den Baum,
und ſehe den Ameiſen zu.
Gute Thaten, welche darauf zielen, gute
Thaten entbehrlich zu machen? — Das iſt ein
[34]
Raͤthſel. Und uͤber ein Raͤthſel denke ich nicht
nach. — Lieber lege ich mich indeß unter den
Baum, und ſehe den Ameiſen zu.
Gute Thaten, welche darauf zielen, gute
Thaten entbehrlich zu machen? — Das iſt ein
[34]
Raͤthſel. Und uͤber ein Raͤthſel denke ich nicht
nach. — Lieber lege ich mich indeß unter den
Baum, und ſehe den Ameiſen zu.
Gute Thaten, welche darauf zielen, gute
Thaten entbehrlich zu machen? — Das iſt ein
[34]
Raͤthſel. Und uͤber ein Raͤthſel denke ich nicht
nach. — Lieber lege ich mich indeß unter den
Baum, und ſehe den Ameiſen zu.
206
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
207
Nun? wo bleibſt du denn? Und haſt den Schmetterling
doch nicht?
Nun? wo bleibſt du denn? Und haſt den
Schmetterling doch nicht?
Nun? wo bleibſt du denn? Und haſt den
Schmetterling doch nicht?
Nun? wo bleibſt du denn? Und haſt den
Schmetterling doch nicht?
208
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
209
Er lockte mich von Strauch zu Strauch, bis an den Bach. —
Auf einmal war er herüber.
Er lockte mich von Strauch zu Strauch, bis
an den Bach. — Auf einmal war er heruͤber.
Er lockte mich von Strauch zu Strauch, bis
an den Bach. — Auf einmal war er heruͤber.
Er lockte mich von Strauch zu Strauch, bis
an den Bach. — Auf einmal war er heruͤber.
210
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
211
Ja, ja. Es gibt ſolche Locker!
Ja, ja. Es gibt ſolche Locker!
Ja, ja. Es gibt ſolche Locker!
Ja, ja. Es gibt ſolche Locker!
212
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
213
Haſt du nachgedacht?
Haſt du nachgedacht?
Haſt du nachgedacht?
Haſt du nachgedacht?
214
Ernſt
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
215
Über was? Über dein Räthſel? — Ich werde ihn auch nicht
fangen, den ſchönen Schmetterling! Darum ſoll er mir aber
auch weiter keine Muͤhe machen. — Einmal von der Freymäu-
rerey mit dir geſprochen, und nie wieder. Denn ich ſehe ja
[28]
wohl; du biſt, wie ſie alle.
Ueber was? Ueber dein Raͤthſel? — Ich
werde ihn auch nicht fangen, den ſchoͤnen
Schmetterling! Darum ſoll er mir aber auch
weiter keine Muͤhe machen. — Einmal von der
Freymaͤurerey mit dir geſprochen, und nie wie-
der. Denn ich ſehe ja wohl; du biſt, wie ſie
alle.
Ueber was? Ueber dein Raͤthſel? — Ich
werde ihn auch nicht fangen, den ſchoͤnen
Schmetterling! Darum ſoll er mir aber auch
weiter keine Muͤhe machen. — Einmal von der
Freymaͤurerey mit dir geſprochen, und nie wie-
der. Denn ich ſehe ja wohl; du biſt, wie
ſie alle.
Ueber was? Ueber dein Raͤthſel? — Ich
werde ihn auch nicht fangen, den ſchoͤnen
Schmetterling! Darum ſoll er mir aber auch
weiter keine Muͤhe machen. — Einmal von der
Freymaͤurerey mit dir geſprochen, und nie wie-
der. Denn ich ſehe ja wohl; du biſt, wie ſie
alle.
216
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
217
Wie ſie alle? Das ſagen dieſe alle nicht.
Wie ſie alle? Das ſagen dieſe alle nicht.
Wie ſie alle? Das ſagen dieſe alle nicht.
Wie ſie alle? Das ſagen dieſe alle nicht.
218
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
219
Nicht? So giebt1 es ja wohl auch Kätzer unter den Freymäu-
rern? Und du wäreſt einer. — Doch alle Kätzer haben mit
den Rechtgläubigen immer noch etwas gemein. Und davon
ſprach ich.
Nicht? So gibt1 es ja wohl auch Kaͤtzer un-
ter den Freymaͤurern? Und du waͤreſt einer. —
Doch alle Kaͤtzer haben mit den Rechtglaͤubigen
immer noch etwas gemein. Und davon ſprach
ich.
Nicht? So gibt1 es ja wohl auch Kaͤtzer un-
ter den Freymaͤurern? Und du waͤreſt einer. —
Doch alle Kaͤtzer haben mit den Rechtglaͤubi-
gen immer noch etwas gemein. Und davon
ſprach ich.
Nicht? So gibt1 es ja wohl auch Kaͤtzer un-
ter den Freymaͤurern? Und du waͤreſt einer. —
Doch alle Kaͤtzer haben mit den Rechtglaͤubigen
immer noch etwas gemein. Und davon ſprach
ich.
220
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
221
Wovon ſprachſt du?
Wovon ſprachſt du?
Wovon ſprachſt du?
Wovon ſprachſt du?
222
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
223
Rechtgläubige oder Kätzeriſche Freymäurer — ſie alle ſpie-
len mit Worten, und laſſen ſich fragen, und antworten ohne
zu antworten.
Rechtglaͤubige oder Kaͤtzeriſche Freymaͤurer —
ſie alle ſpielen mit Worten, und laſſen ſich fra-
gen, und antworten ohne zu antworten.
Rechtglaͤubige oder Kaͤtzeriſche Freymaͤurer —
ſie alle ſpielen mit Worten, und laſſen ſich fra-
gen, und antworten ohne zu antworten.
Rechtglaͤubige oder Kaͤtzeriſche Freymaͤurer —
ſie alle ſpielen mit Worten, und laſſen ſich fra-
gen, und antworten ohne zu antworten.
224
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
225
Meynſt du? — Nun wohl, ſo laß uns von etwas andern
[29]
reden. Denn einmal haſt du mich aus dem behäglichen Zu-
ſtande des ſtummen Staunens geriſſen —
Meynſt du? — Nun wohl, ſo laß uns von
etwas andern reden. Denn einmal haſt du mich
aus dem behaͤglichen Zuſtande des ſtummen
Staunens geriſſen —
Meynſt du? — Nun wohl, ſo laß uns von
etwas andern reden. Denn einmal haſt du mich
aus dem behaͤglichen Zuſtande des ſtummen
Staunens geriſſen —
Meynſt du? — Nun wohl, ſo laß uns von
etwas andern reden. Denn einmal haſt du mich
aus dem behaͤglichen Zuſtande des ſtummen
Staunens geriſſen —
226
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
227
Nichts iſt leichter, als dich in dieſen Zuſtand wieder zu
verſetzen — Laß dich nur hier bey mir nieder, und ſieh!
Nichts iſt leichter, als dich in dieſen Zuſtand
wieder zu verſetzen — Laß dich nur hier bey
mir nieder, und ſieh!
Nichts iſt leichter, als dich in dieſen Zuſtand
wieder zu verſetzen — Laß dich nur hier bey
mir nieder, und ſieh!
Nichts iſt leichter, als dich in dieſen Zuſtand
wieder zu verſetzen — Laß dich nur hier bey
mir nieder, und ſieh!
228
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
229
Was denn?
Was denn?
Was denn?
Was denn?
230
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
231
Das Leben und Weben auf und in und um dieſen Ameiſen-
hauffen. Welche Geſchäftigkeit, und doch welche Ordnung! Alles
trägt und ſchleppt und ſchiebt; und keines iſt dem andern
hinderlich. Sieh nur! Sie1 helffen einander ſogar.
Das Leben und Weben auf und in und um
dieſen Ameiſenhauffen. Welche Geſchaͤftigkeit,
und doch welche Ordnung! Alles traͤgt und
ſchleppt und ſchiebt; und keines iſt dem andern
hinderlich. Sieh nur! Sie1 helffen einander
ſogar.
Das Leben und Weben auf und in und um
dieſen Ameiſenhauffen. Welche Geſchaͤftigkeit,
und doch welche Ordnung! Alles traͤgt und
ſchleppt und ſchiebt; und keines iſt dem andern
hinderlich. Sieh nur! Sie1 helffen einander
ſogar.
Das Leben und Weben auf und in und um
dieſen Ameiſenhauffen. Welche Geſchaͤftigkeit,
und doch welche Ordnung! Alles traͤgt und
ſchleppt und ſchiebt; und keines iſt dem andern
hinderlich. Sieh nur! Sieh1 helffen einander
ſogar.
232
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
233
Die Ameiſen leben in Geſellſchaft, wie die Bienen.
Die Ameiſen leben in Geſellſchaft, wie die
Bienen.
Die Ameiſen leben in Geſellſchaft, wie die
Bienen.
Die Ameiſen leben in Geſellſchaft, wie die
Bienen.
234
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
235
Und in einer noch wunderbarern Geſellſchaft als die
[30]
Bienen. Denn ſie haben niemand unter ſich, der ſie zuſammen
hält
1 und regieret2.
Und in einer noch wunderbarern Geſellſchaft
als die Bienen. Denn ſie haben niemand unter
ſich, der ſie zuſammen haͤlt1 und regieret2.
Und in einer noch wunderbarern Geſellſchaft
als die Bienen. Denn ſie haben niemand unter
ſich, der ſie zuſammen haͤlt1 und regiert2.
Und in einer noch wunderbarern Geſellſchaft
als die Bienen. Denn ſie haben niemand unter
ſich, der ſie zuſammenhaͤlt1 und regieret2.
236
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
237
Ordnung muß alſo doch auch ohne Regierung beſtehen
können.
Ordnung muß alſo doch auch ohne Regierung
beſtehen koͤnnen.
Ordnung muß alſo doch auch ohne Regierung
beſtehen koͤnnen.
Ordnung muß alſo doch auch ohne Regierung
beſtehen koͤnnen.
238
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
239
Wenn jedes Einzelne ſich Selbſt zu regieren weiß: wa-
rum nicht?
Wenn jedes einzelne ſich ſelbſt zu regieren
weiß: warum nicht?
Wenn jedes einzelne ſich ſelbſt zu regieren
weiß: warum nicht?
Wenn jedes einzelne ſich ſelbſt zu regieren
weiß: warum nicht?
240
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
241
Ob es wohl auch einmal mit den Menſchen dahin kom-
men wird?
Ob es wohl auch einmal mit den Menſchen
dahin kommen wird?
Ob es wohl auch einmal mit den Menſchen
dahin kommen wird?
Ob es wohl auch einmal mit den Menſchen
dahin kommen wird?
242
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
243
Wohl ſchwerlich!
Wohl ſchwerlich!
Wohl ſchwerlich!
Wohl ſchwerlich!
244
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
245
Schade!
Schade!
Schade!
Schade!
246
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
247
Ja wohl!
Ja wohl!
Ja wohl!
Ja wohl!
248
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
249
Steh auf, und laß uns gehen. Denn ſie werden dich be-
kriechen die Ameiſen; und eben fällt auch mir etwas bey, was
ich bey dieſer Gelegenheit dich doch fragen muß. — Ich kenne
deine Geſinnungen darüber noch gar nicht.
Steh auf, und laß uns gehen. Denn ſie
werden dich bekriechen die Ameiſen; und eben
faͤllt auch mir etwas bey, was ich bey dieſer
Gelegenheit dich doch fragen muß. — Ich ken-
ne deine Geſinnungen daruͤber noch gar nicht.
Steh auf, und laß uns gehen. Denn ſie
werden dich bekriechen die Ameiſen; und eben
faͤllt auch mir etwas bey, was ich bey dieſer
Gelegenheit dich doch fragen muß. — Ich kenne
deine Geſinnungen daruͤber noch gar nicht.
Steh auf, und laß uns gehen. Denn ſie
werden dich bekriechen die Ameiſen; und eben
faͤllt auch mir etwas bey, was ich bey dieſer
Gelegenheit dich doch fragen muß. — Ich ken-
ne deine Geſinnungen daruͤber noch gar nicht.
250
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
251
Worüber?
Woruͤber?
Woruͤber?
Woruͤber?
252
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
253
Über die bürgerliche Geſellſchaft des Menſchen überhaupt.
— Wofür hälſt du ſie?
Ueber die buͤrgerliche Geſellſchaft des Men-
ſchen uͤberhaupt. — Wofuͤr haͤlſt du ſie?
Ueber die buͤrgerliche Geſellſchaft des Men-
ſchen uͤberhaupt. — Wofuͤr haͤlſt du ſie?
Ueber die buͤrgerliche Geſellſchaft des Men-
ſchen uͤberhaupt. — Wofuͤr haͤlſt du ſie?
254
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
255
Für etwas ſehr Gutes.
Fuͤr etwas ſehr Gutes.
Fuͤr etwas ſehr Gutes.
Fuͤr etwas ſehr Gutes.
256
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
257
Ohnſtreitig. — Aber hälſt du ſie für Zweck, oder für
Mittel?
Ohnſtreitig. — Aber haͤlſt du ſie fuͤr Zweck,
oder fuͤr Mittel?
Ohnſtreitig. — Aber haͤlſt du ſie fuͤr Zweck,
oder fuͤr Mittel?
Ohnſtreitig. — Aber haͤlſt du ſie fuͤr Zweck,
oder fuͤr Mittel?
258
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
259
Ich verſtehe dich nicht.
Ich verſtehe dich nicht.
Ich verſtehe dich nicht.
Ich verſtehe dich nicht.
260
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
261
Glaubſt du, daß die Menſchen für die Staaten erſchaffen
werden? Oder daß die Staaten für die Menſchen ſind?
Glaubſt du, daß die Menſchen fuͤr die Staa-
ten erſchaffen werden? Oder daß die Staaten
fuͤr die Menſchen ſind?
Glaubſt du, daß die Menſchen fuͤr die Staa-
ten erſchaffen werden? Oder daß die Staaten
fuͤr die Menſchen ſind?
Glaubſt du, daß die Menſchen fuͤr die Staa-
ten erſchaffen werden? Oder daß die Staaten fuͤr
die Menſchen ſind?
262
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
263
Jenes ſcheinen einige behaupten zu wollen. Dieſes aber
mag wohl das Wahrere ſeyn.
Jenes ſcheinen einige behaupten zu wollen.
Dieſes aber mag wohl das Wahrere ſeyn.
Jenes ſcheinen einige behaupten zu wollen.
Dieſes aber mag wohl das Wahrere ſeyn.
Jenes ſcheinen einige behaupten zu wollen.
Dieſes aber mag wohl das Wahrere ſeyn.
264
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
265
So denke ich auch. — Die Staaten vereinigen die Menſchen,
damit durch dieſe und in dieſer Vereinigung jeder einzelne
Menſch ſeinen Theil von Glückſeligkeit deſto beſſer und
ſichrer genieſſen könne. — Das Totale der einzeln Glückſe-
ligkeiten aller Glieder, iſt die Glückſeligkeit des Staats.
Auſſer dieſer giebt es gar keine. Jede andere1 Glückſe-
ligkeit des Staats, bey welcher auch noch ſo wenig einzelne
Glieder leiden, und leiden müſſen, iſt Bemäntelung der Tyranney.
Anders nichts!
So denke ich auch. — Die Staaten verei-
nigen die Menſchen, damit durch dieſe und in
[42]
dieſer Vereinigung jeder einzelne Menſch ſeinen
Theil von Gluͤckſeligkeit deſto beſſer und ſichrer
genieſſen koͤnne. — Das Totale der einzeln
Gluͤckſeligkeiten aller Glieder, iſt die Gluͤckſelig-
keit des Staats. Auſſer dieſer giebt es gar kei-
ne. Jede andere1 Gluͤckſeligkeit des Staats, bey
welcher auch noch ſo wenig einzelne Glieder lei-
den, und leiden muͤſſen, iſt Bemaͤntelung der
Tyranney. Anders nichts!
So denke ich auch. — Die Staaten verei-
nigen die Menſchen, damit durch dieſe und in
[42]
dieſer Vereinigung jeder einzelne Menſch ſeinen
Theil von Gluͤckſeligkeit deſto beſſer und ſichrer
genieſſen koͤnne. — Das Totale der einzeln
Gluͤckſeligkeiten aller Glieder, iſt die Gluͤckſelig-
keit des Staats. Auſſer dieſer giebt es gar kei-
ne. Jede andere1 Gluͤckſeligkeit des Staats, bey
welcher auch noch ſo wenig einzelne Glieder lei-
den, und leiden muͤſſen, iſt Bemaͤntelung der
Tyranney. Anders nichts!
So denke ich auch. — Die Staaten verei-
nigen die Menſchen, damit durch dieſe und in
[42]
dieſer Vereinigung jeder einzelne Menſch ſeinen
Theil von Gluͤckſeligkeit deſto beſſer und ſichrer
genieſſen koͤnne. — Das Totale der einzeln
Gluͤckſeligkeiten aller Glieder, iſt die Gluͤckſelig-
keit des Staats. Auſſer dieſer giebt es gar kei-
ne. Jede andre1 Gluͤckſeligkeit des Staats, bey
welcher auch noch ſo wenig einzelne Glieder lei-
den, und leiden muͤſſen, iſt Bemaͤntelung der
Tyranney. Anders nichts!
266
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
267
Ich möchte das nicht ſo laut ſagen.
Ich moͤchte das nicht ſo laut ſagen.
Ich moͤchte das nicht ſo laut ſagen.
Ich moͤchte das nicht ſo laut ſagen.
268
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
269
Warum nicht?
Warum nicht?
Warum nicht?
Warum nicht?
270
Ernſt
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
271
Eine Wahrheit, die jeder nach ſeiner eignen Lage beur-
theilet, kann leicht gemißbraucht werden.
Eine Wahrheit, die jeder nach ſeiner eignen
Lage beurtheilet, kann leicht gemißbraucht wer-
den.
Eine Wahrheit, die jeder nach ſeiner eignen
Lage beurtheilet, kann leicht gemißbraucht wer-
den.
Eine Wahrheit, die jeder nach ſeiner eignen
Lage beurtheilet, kann leicht gemißbraucht wer-
den.
272
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
273
Weißt du, Freund, daß du ſchon ein halber Freymäu-
rer biſt?
Weißt du, Freund, daß du ſchon ein halber
Freymaͤurer biſt?
Weißt du, Freund, daß du ſchon ein halber
Freymaͤurer biſt?
Weißt du, Freund, daß du ſchon ein halber
Freymaͤurer biſt?
274
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
275
Ich?
Ich?
Ich?
Ich?
276
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
277
Du. Denn du erkennſt ja ſchon Wahrheiten, die man beſſer
verſchweigt.
Du. Denn du erkennſt ja ſchon Wahrhei-
ten, die man beſſer verſchweigt.
Du. Denn du erkennſt ja ſchon Wahrhei-
ten, die man beſſer verſchweigt.
Du. Denn du erkennſt ja ſchon Wahrhei-
ten, die man beſſer verſchweigt.
278
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
279
Aber doch ſagen könnte.
Aber doch ſagen koͤnnte.
Aber doch ſagen koͤnnte.
Aber doch ſagen koͤnnte.
280
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
281
Der Weiſe kann nicht ſagen, was er beſſer verſchweigt.
Der Weiſe kann nicht ſagen, was er beſſer
verſchweigt.
Der Weiſe kann nicht ſagen, was er beſſer
verſchweigt.
Der Weiſe kann nicht ſagen, was er beſſer
verſchweigt.
282
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
283
Nun, wie du willſt! — Laß uns auf die Freymäurer nicht
wieder zurück kommen. Ich mag ja von ihnen weiter nichts wiſſen.
Nun, wie du willſt! — Laß uns auf die
Freymaͤurer nicht wieder zuruͤck kommen. Ich
mag ja von ihnen weiter nichts wiſſen.
Nun, wie du willſt! — Laß uns auf die
Freymaͤurer nicht wieder zuruͤck kommen. Ich
mag ja von ihnen weiter nichts wiſſen.
Nun, wie du willſt! — Laß uns auf die
Freymaͤurer nicht wieder zuruͤck kommen. Ich
mag ja von ihnen weiter nichts wiſſen.
284
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
285
Verzeih! — Du ſiehſt wenigſtens meine Bereitwilligkeit, dir
mehr von ihnen zu ſagen.
Verzeih! — Du ſiehſt wenigſtens meine Be-
reitwilligkeit, dir mehr von ihnen zu ſagen.
Verzeih! — Du ſiehſt wenigſtens meine Be-
reitwilligkeit, dir mehr von ihnen zu ſagen.
Verzeih! — Du ſiehſt wenigſtens meine Be-
reitwilligkeit, dir mehr von ihnen zu ſagen.
286
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
287
Du ſpotteſt. — — Gut! das bürgerliche Leben des Menſchen, alle
Staatsverfaſſungen ſind nichts als Mittel zur menſchlichen
Glückſeligkeit. Was weiter?
Du ſpotteſt. — — Gut! das buͤrgerliche
Leben des Menſchen, alle Staatsverfaſſungen
ſind nichts als Mittel zur menſchlichen Gluͤckſe-
ligkeit. Was weiter?
Du ſpotteſt. — — Gut! das buͤrgerliche
Leben des Menſchen, alle Staatsverfaſſungen
ſind nichts als Mittel zur menſchlichen Gluͤckſe-
ligkeit. Was weiter?
Du ſpotteſt. — — Gut! das buͤrgerliche
Leben des Menſchen, alle Staatsverfaſſungen
ſind nichts als Mittel zur menſchlichen Gluͤck-
ſeligkeit. Was weiter?
288
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
289
Nichts als Mittel! Und Mittel menſchlicher Erfindung; ob
ich gleich nicht leugnen will, daß die Natur alles ſo einge-
richtet, daß der Menſch ſehr bald auf dieſe Erfindung ge-


rathen[35] müſſen.
Nichts als Mittel! Und Mittel menſchlicher
Erfindung; ob ich gleich nicht leugnen will, daß
[45]
die Natur alles ſo eingerichtet, daß der Menſch
ſehr bald auf dieſe Erfindung gerathen muͤſſen.
Nichts als Mittel! Und Mittel menſchlicher
Erfindung; ob ich gleich nicht leugnen will, daß
[45]
die Natur alles ſo eingerichtet, daß der Menſch
ſehr bald auf dieſe Erfindung gerathen muͤſſen.
Nichts als Mittel! und Mittel menſchlicher
Erfindung; ob ich gleich nicht leugnen will, daß
[45]
die Natur alles ſo eingerichtet, daß der Menſch
ſehr bald auf dieſe Erfindung gerathen muͤſſen.
290
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
291
Dieſes hat denn auch wohl gemacht, daß einige die bürger-
liche Geſellſchaft für Zweck der Natur gehalten. Weil alles,
unſere Leidenſchaften und unſere Bedürfniſſe, alles da-
rauf führe, ſey ſie folglich das Letzte, worauf die Natur
gehe. So ſchloſſen ſie. Als ob die Natur nicht auch die Mittel
zweckmäſſig hervorbringen müſſen! Als ob die Natur
mehr die Glückſeligkeit eines abgezogenen Begriffs —
wie Staat, Vaterland und dergleichen ſind — als die Glück-
ſeligkeit jedes wirklichen einzeln Weſens zur Abſicht gehabt
hätte!
Dieſes hat denn auch wohl gemacht, daß
einige die buͤrgerliche Geſellſchaft fuͤr Zweck der
Natur gehalten. Weil alles, unſere Leidenſchaf-
ten und unſere Beduͤrfniſſe, alles darauf fuͤhre,
ſey ſie folglich das Letzte, worauf die Natur ge-
he. So ſchloſſen ſie. Als ob die Natur nicht
auch die Mittel zweckmaͤſſig hervorbringen muͤſ-
ſen! Als ob die Natur mehr die Gluͤckſeligkeit
eines abgezogenen Begriffs — wie Staat, Va-
terland und dergleichen ſind — als die Gluͤckſe-
ligkeit jedes wirklichen einzeln Weſens zur Ab-
ſicht gehabt haͤtte!
Dieſes hat denn auch wohl gemacht, daß
einige die buͤrgerliche Geſellſchaft fuͤr Zweck der
Natur gehalten. Weil alles, unſere Leidenſchaf-
ten und unſere Beduͤrfniſſe, alles darauf fuͤhre,
ſey ſie folglich das Letzte, worauf die Natur ge-
he. So ſchloſſen ſie. Als ob die Natur nicht
auch die Mittel zweckmaͤſſig hervorbringen muͤſ-
ſen! Als ob die Natur mehr die Gluͤckſeligkeit
eines abgezogenen Begriffs — wie Staat, Va-
terland und dergleichen ſind — als die Gluͤckſe-
ligkeit jedes wirklichen einzeln Weſens zur Ab-ſicht gehabt haͤtte!
Dieſes hat denn auch wohl gemacht, daß
einige die buͤrgerliche Geſellſchaft fuͤr Zweck der
Natur gehalten. Weil alles, unſere Leidenſchaf-
ten und unſere Beduͤrfniſſe, alles darauf fuͤhre,
ſey ſie folglich das Letzte, worauf die Natur ge-
he. So ſchloſſen ſie. Als ob die Natur nicht
auch die Mittel zweckmaͤſſig hervorbringen muͤſ-
ſen! Als ob die Natur mehr die Gluͤckſeligkeit
eines abgezogenen Begriffs — wie Staat, Va-
terland und dergleichen ſind — als die Gluͤckſe-
ligkeit jedes wirklichen einzeln Weſens zur Ab-
ſicht gehabt haͤtte!
292
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
293
Sehr gut! Du kömmſt mir auf dem rechten Wege entgegen.
Denn nun ſage mir; wenn die Staatsverfaſſungen Mittel,
Mittel menſchlicher Erfindungen ſind: ſollten ſie allein
[36]
von dem Schickſale menſchlicher Mittel ausgenommen ſeyn?
Sehr gut! Du koͤmmſt mir auf dem rechten
Wege entgegen. Denn nun ſage mir; wenn die
[46]
Staatsverfaſſungen Mittel, Mittel menſchlicher
Erfindungen ſind: ſollten ſie allein von dem
Schickſale menſchlicher Mittel ausgenommen
ſeyn?
Sehr gut! Du koͤmmſt mir auf dem rechten
Wege entgegen. Denn nun ſage mir; wenn die
[46]
Staatsverfaſſungen Mittel, Mittel menſchlicher
Erfindungen ſind: ſollten ſie allein von dem
Schickſale menſchlicher Mittel ausgenommen
ſeyn?
Sehr gut! du koͤmmſt mir auf dem rechten
Wege entgegen. Denn nun ſage mir; wenn die
[46]
Staatsverfaſſungen Mittel, Mittel menſchlicher
Erfindungen ſind: ſollten ſie allein von dem
Schickſale menſchlicher Mittel ausgenommen
ſeyn?
294
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
295
Was nennſt du Schickſale menſchlicher Mittel?
Was nennſt du Schickſale menſchlicher Mit-
tel?
Was nennſt du Schickſale menſchlicher Mit-
tel?
Was nennſt du Schickſale menſchlicher Mit-
tel?
296
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
297
Das, was unzertrennlich mit menſchlichen Mitteln verbun-
den iſt; was ſie von göttlichen unfehlbaren Mitteln unterſcheidet.
Das, was unzertrennlich mit menſchlichen
Mitteln verbunden iſt; was ſie von goͤttlichen
unfehlbaren Mitteln unterſcheidet.
Das, was unzertrennlich mit menſchlichen
Mitteln verbunden iſt; was ſie von goͤttlichen
unfehlbaren Mitteln unterſcheidet.
Das, was unzertrennlich mit menſchlichen
Mitteln verbunden iſt; was ſie von goͤttlichen
unfehlbaren Mitteln unterſcheidet.
298
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
299
Was iſt das?
Was iſt das?
Was iſt das?
Was iſt das?
300
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
301
Daß ſie nicht unfehlbar ſind. Daß ſie ihrer Abſicht nicht
allein öfters nicht entſprechen, ſondern auch wohl gerade
das Gegentheil davon bewirken.
Daß ſie nicht unfehlbar ſind. Daß ſie ihrer
Abſicht nicht allein oͤfters nicht entſprechen, ſon-


dern[47] auch wohl gerade das Gegentheil davon
bewirken.
Daß ſie nicht unfehlbar ſind. Daß ſie ihrer
Abſicht nicht allein oͤfters nicht entſprechen, ſon-


dern[47] auch wohl gerade das Gegentheil davon
bewirken.
Daß ſie nicht unfehlbar ſind. Daß ſie ihrer
Abſicht nicht allein oͤfters nicht entſprechen, ſon-


dern[47] auch wohl gerade das Gegentheil davon
bewirken.
302
Ernſt
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
303
Ein Beyſpiel! wenn dir eines einfällt.
Ein Beyſpiel! wenn dir eines einfaͤllt.
Ein Beyſpiel! wenn dir eines einfaͤllt.
Ein Beyſpiel! wenn dir eines einfaͤllt.
304
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
305
So ſind Schiffahrt und Schiffe Mittel in entlegene Länder zu
[37]
kommen; und werden Urſache, daß viele Menſchen nimmer-
mehr dahin gelangen.
So ſind Schiffahrt und Schiffe Mittel in
entlegene Laͤnder zu kommen; und werden Urſa-
che, daß viele Menſchen nimmermehr dahin ge-
langen.
So ſind Schiffahrt und Schiffe Mittel in
entlegene Laͤnder zu kommen; und werden Urſa-
che, daß viele Menſchen nimmermehr dahin ge-
langen.
So ſind Schiffahrt und Schiffe Mittel in
entlegene Laͤnder zu kommen; und werden Urſa-
che, daß viele Menſchen nimmermehr dahin ge-
langen.
306
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
307
Die nehmlich Schiffbruch leiden, und erſauffen. Nun glaube
ich dich zu verſtehen. — Aber man weiß ja wohl, woher es
kömmt, wenn ſo viel einzelne Menſchen durch die Staats-
verfaſſung an ihrer Glückſeligkeit nichts gewinnen. Der
Staatsverfaſſungen ſind viele; eine iſt alſo beſſer als
die andere; manche iſt ſehr fehlerhaft, mit ihrer Abſicht
offenbar ſtreitend; und die beſte ſoll vielleicht noch er-
funden werden.
Die nehmlich Schiffbruch leiden, und er-
ſauffen. Nun glaube ich dich zu verſtehen. —
Aber man weiß ja wohl, woher es koͤmmt,
wenn ſo viel einzelne Menſchen durch die Staats-
verfaſſung an ihrer Gluͤckſeligkeit nichts gewin-


nen[48]. Der Staatsverfaſſungen ſind viele; eine
iſt alſo beſſer als die andere; manche iſt ſehr
fehlerhaft, mit ihrer Abſicht offenbar ſtreitend;
und die beſte ſoll vielleicht noch erfunden wer-
den.
Die nehmlich Schiffbruch leiden, und er-
ſauffen. Nun glaube ich dich zu verſtehen. —
Aber man weiß ja wohl, woher es koͤmmt,
wenn ſo viel einzelne Menſchen durch die Staats-
verfaſſung an ihrer Gluͤckſeligkeit nichts gewin-


nen[48]. Der Staatsverfaſſungen ſind viele; eine
iſt alſo beſſer als die andere; manche iſt ſehr
fehlerhaft, mit ihrer Abſicht offenbar ſtreitend;
und die beſte ſoll vielleicht noch erfunden wer-
den.
Die nehmlich Schiffbruch leiden, und er-
ſauffen. Nun glaube ich dich zu verſtehen. —
Aber man weiß ja wohl, woher es koͤmmt,
wenn ſo viel einzelne Menſchen durch die Staats-
verfaſſung an ihrer Gluͤckſeligkeit nichts gewin-


nen[48]. Der Staatsverfaſſungen ſind viele; eine
iſt alſo beſſer als die andere; manche iſt ſehr
fehlerhaft, mit ihrer Abſicht offenbar ſtreitend;
und die beſte ſoll vielleicht noch erfunden wer-
den.
308
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
309
Das ungerechnet! Setze die beſte Staatsverfaſſung, die ſich
nur denken läßt, ſchon erfunden; ſetze, daß alle Menſchen
in der ganzen Welt dieſe beſte Staatsverfaſſung angenommen
haben: meynſt du nicht, daß auch dann noch, ſelbſt aus
[38]
dieſer beſten Staatsverfaſſung, Dinge entſpringen müſſen,
welche der menſchlichen Glückſeligkeit höchſt nachtheilig ſind,
und wovon der Menſch in dem Stande der Natur ſchlechterdings
nichts gewußt hätte?
Das ungerechnet! Setze die beſte Staatsver-
faſſung, die ſich nur denken laͤßt, ſchon erfun-
den; ſetze, daß alle Menſchen in der ganzen
Welt dieſe beſte Staatsverfaſſung angenommen
haben: meynſt du nicht, daß auch dann noch,
ſelbſt aus dieſer beſten Staatsverfaſſung, Dinge
entſpringen muͤſſen, welche der menſchlichen
Gluͤckſeligkeit hoͤchſt nachtheilig ſind, und wovon
der Menſch in dem Stande der Natur ſchlech-
terdings nichts gewußt haͤtte?
Das ungerechnet! Setze die beſte Staatsver-
faſſung, die ſich nur denken laͤßt, ſchon erfun-
den; ſetze, daß alle Menſchen in der ganzen
Welt dieſe beſte Staatsverfaſſung angenommen
haben: meynſt du nicht, daß auch dann noch,
ſelbſt aus dieſer beſten Staatsverfaſſung, Dinge
entſpringen muͤſſen, welche der menſchlichen
Gluͤckſeligkeit hoͤchſt nachtheilig ſind, und wovon
der Menſch in dem Stande der Natur ſchlech-
terdings nichts gewußt haͤtte?
Das ungerechnet! Setze die beſte Staatsver-
faſſung, die ſich nur denken laͤßt, ſchon erfun-
den; ſetze, daß alle Menſchen in der ganzen
Welt dieſe beſte Staatsverfaſſung angenommen
haben: meynſt du nicht, daß auch dann noch,
ſelbſt aus dieſer beſten Staatsverfaſſung, Dinge
entſpringen muͤſſen, welche der menſchlichen
Gluͤckſeligkeit hoͤchſt nachtheilig ſind, und wovon
der Menſch in dem Stande der Natur ſchlech-
terdings nichts gewußt haͤtte?
310
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
311
Ich meine: wenn dergleichen Dinge aus der beſten Staatsver-
faſſung entſprängen, daß es ſodann die beſte Staatsver-
faſſung nicht wäre.
Ich meine: wenn dergleichen Dinge aus der
beſten Staatsverfaſſung entſpraͤngen, daß es
ſodann die beſte Staatsverfaſſung nicht waͤre.
Ich meine: wenn dergleichen Dinge aus der
beſten Staatsverfaſſung entſpraͤngen, daß es
ſodann die beſte Staatsverfaſſung nicht waͤre.
Ich meine: wenn dergleichen Dinge aus der
beſten Staatsverfaſſung entſpraͤngen, daß es
ſodann die beſte Staatsverfaſſung nicht waͤre.
312
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
313
Und eine beſſere möglich wäre? — Nun, ſo nehme ich dieſe
Beſſere als die Beſte an: und frage das Nehmliche.
Und eine beſſere moͤglich waͤre? — Nun,
ſo nehme ich dieſe Beſſere als die Beſte an:
und frage das Nehmliche.
Und eine beſſere moͤglich waͤre? — Nun,
ſo nehme ich dieſe Beſſere als die Beſte an:
und frage das Nehmliche.
Und eine beſſere moͤglich waͤre? Nun,
ſo nehme ich dieſe Beſſere als die Beſte an:
und frage das Nehmliche.
314
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
315
Du ſcheineſt mir hier blos von vorne herein aus dem an-
genommenen Begriffe zu vernünfteln, daß jedes Mittel
menſchlicher Erfindung, wofür du die Staatsverfaſſungen
ſammt und ſonders erkläreſt, nicht anders als mangelhaft
[39]
ſeyn könne.
Du ſcheineſt mir hier blos von vorne herein
aus dem angenommenen Begriffe zu vernuͤnfteln,
daß jedes Mittel menſchlicher Erfindung, wofuͤr
du die Staatsverfaſſungen ſammt und ſonders
erklaͤreſt, nicht anders als mangelhaft ſeyn koͤnne.
Du ſcheineſt mir hier blos von vorne herein
aus dem angenommenen Begriffe zu vernuͤnfteln,
daß jedes Mittel menſchlicher Erfindung, wofuͤr
du die Staatsverfaſſungen ſammt und ſonders
erklaͤreſt, nicht anders als mangelhaft ſeyn koͤnne.
Du ſcheineſt mir hier blos von vorne herein
aus dem angenommenen Begriffe zu vernuͤnfteln,
daß jedes Mittel menſchlicher Erfindung, wofuͤr
du die Staatsverfaſſungen ſammt und ſonders
erklaͤreſt, nicht anders als mangelhaft ſeyn koͤnne.
316
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
317
Nicht blos.
Nicht blos.
Nicht blos.
Nicht blos.
318
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
319
Und es würde dir ſchwer werden, eins von jenen nachthei-
ligen Dingen zu nennen —
Und es wuͤrde dir ſchwer werden, eins von
jenen nachtheiligen Dingen zu nennen —
Und es wuͤrde dir ſchwer werden, eins von
jenen nachtheiligen Dingen zu nennen —
Und es wuͤrde dir ſchwer werden, eins von
jenen nachtheiligen Dingen zu nennen —
320
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
321
Die auch aus der beſten Staatsverfaſſung nothwendig ent-
ſpringen müſſen? — O zehne für eines.
Die auch aus der beſten Staatsverfaſſung
nothwendig entſpringen muͤſſen? — O zehne
fuͤr eines.
Die auch aus der beſten Staatsverfaſſung
nothwendig entſpringen muͤſſen? — O zehne
fuͤr eines.
Die auch aus der beſten Staatsverfaſſung
nothwendig entſpringen muͤſſen? — O zehne
fuͤr eines.
322
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
323
Nur eines erſt.
Nur eines erſt.
Nur eines erſt.
Nur eines erſt.
324
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
325
Wir nehmen alſo die beſte Staatsverfaſſung für erfun-
den an; wir nehmen an, daß alle Menſchen in der Welt in
dieſer beſten Staatsverfaſſung leben: würden deßwegen
alle Menſchen in der Welt, nur einen Staat ausmachen?
Wir nehmen alſo die beſte Staatsverfaſſung
fuͤr erfunden an; wir nehmen an, daß alle
[51]
Menſchen in der Welt in dieſer beſten Staats-
verfaſſung leben: wuͤrden deßwegen alle Menſchen
in der Welt, nur einen Staat ausmachen?
Wir nehmen alſo die beſte Staatsverfaſſung
fuͤr erfunden an; wir nehmen an, daß alle
[51]
Menſchen in der Welt in dieſer beſten Staats-
verfaſſung leben: wuͤrden deßwegen alle Menſchen
in der Welt, nur einen Staat ausmachen?
Wir nehmen alſo die beſte Staatsverfaſſung
fuͤr erfunden an; wir nehmen an, daß alle
[51]
Menſchen in der Welt in dieſer beſten Staats-
verfaſſung leben: wuͤrden deßwegen alle Menſchen
in der Welt, nur einen Staat ausmachen?
326
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
327
Wohl ſchwerlich. Ein ſo ungeheurer Staat würde keiner
Verwaltung fähig ſeyn. Er müßte ſich alſo in mehrere
kleine Staaten vertheilen, die alle nach den nehmlichen Ge-
ſetzen verwaltet würden.
Wohl ſchwerlich. Ein ſo ungeheurer Staat
wuͤrde keiner Verwaltung faͤhig ſeyn. Er muͤßte
ſich alſo in mehrere kleine Staaten vertheilen,
die alle nach den nehmlichen Geſetzen verwaltet
wuͤrden.
Wohl ſchwerlich. Ein ſo ungeheurer Staat
wuͤrde keiner Verwaltung faͤhig ſeyn. Er muͤßte
ſich alſo in mehrere kleine Staaten vertheilen,
die alle nach den nehmlichen Geſetzen verwaltet
wuͤrden.
Wohl ſchwerlich. Ein ſo ungeheurer Staat
wuͤrde keiner Verwaltung faͤhig ſeyn. Er muͤßte
ſich alſo in mehrere kleine Staaten vertheilen,
die alle nach den nehmlichen Geſetzen verwaltet
wuͤrden.
328
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
329
Das iſt: die Menſchen würden auch dann noch Deutſche
und Franzoſen, Holländer und Spanier, Ruſſen und Schwe-
den ſeyn; oder wie ſie ſonſt heiſſen würden.
Das iſt: die Menſchen wuͤrden auch dann
noch Deutſche und Franzoſen, Hollaͤnder und
Spanier, Ruſſen und Schweden ſeyn; oder wie
ſie ſonſt heiſſen wuͤrden.
Das iſt: die Menſchen wuͤrden auch dann
noch Deutſche und Franzoſen, Hollaͤnder und
Spanier, Ruſſen und Schweden ſeyn; oder wie
ſie ſonſt heiſſen wuͤrden.
Das iſt: die Menſchen wuͤrden auch dann
noch Deutſche und Franzoſen, Hollaͤnder und
Spanier, Ruſſen und Schweden ſeyn; oder wie
ſie ſonſt heiſſen wuͤrden.
330
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
331
Ganz gewiß!
Ganz gewiß!
Ganz gewiß!
Ganz gewiß!
332
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
333
Nun, da haben wir ja ſchon Eines. Denn nicht wahr, je-
der dieſer kleineren1 Staaten hätte ſein eignes Intereſſe?
und jedes Glied derſelben hätte das Intereſſe ſeines Staats?
[41]
Nun da haben wir ja ſchon Eines. Denn
nicht wahr, jeder dieſer kleinern1 Staaten haͤtte
ſein eignes Intereſſe? und jedes Glied derſelben
haͤtte das Intereſſe ſeines Staats?
Nun da haben wir ja ſchon Eines. Denn
nicht wahr, jeder dieſer kleinern1 Staaten haͤtte
ſein eignes Intereſſe? und jedes Glied derſelben
haͤtte das Intereſſe ſeines Staats?
Nun da haben wir ja ſchon Eines. Denn
nicht wahr, jeder dieſer kleinern1 Staaten haͤtte
ſein eignes Intereſſe? und jedes Glied derſelben
haͤtte das Intereſſe ſeines Staats?
334
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
335
Wie anders?
Wie anders?
Wie anders?
Wie anders?
336
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
337
Dieſe verſchiedene Intereſſe würden öfters in Colliſion
kommen, ſo wie itzt: und zwey Glieder aus zwey verſchiedenen
Staaten würden einander eben ſo wenig mit unbefangenem
Gemüth begegnen können, als itzt ein Deutſcher einem Franzo-
ſen, ein Franzoſe einem Engländer begegnet.
Dieſe verſchiedene Intereſſe wuͤrden oͤfters in
Colliſion kommen, ſo wie itzt: und zwey Glie-
der aus zwey verſchiedenen Staaten wuͤrden ein-
ander eben ſo wenig mit unbefangenem Gemuͤth
begegnen koͤnnen, als itzt ein Deutſcher einem
Franzoſen, ein Franzoſe einem Englaͤnder be-
gegnet.
Dieſe verſchiedene Intereſſe wuͤrden oͤfters in
Colliſion kommen, ſo wie itzt: und zwey Glie-
der aus zwey verſchiedenen Staaten wuͤrden ein-
ander eben ſo wenig mit unbefangenem Gemuͤth
begegnen koͤnnen, als itzt ein Deutſcher einem
Franzoſen, ein Franzoſe einem Englaͤnder be-
gegnet.
Dieſe verſchiedene Intereſſe wuͤrden oͤfters
in Colliſion kommen, ſo wie itzt: und zwey Glie-
der aus zwey verſchiedenen Staaten wuͤrden ein-
ander eben ſo wenig mit unbefangenem Gemuͤth
begegnen koͤnnen, als itzt ein Deutſcher einem
Franzoſen, ein Franzoſe einem Englaͤnder be-
gegnet.
338
Ernſt
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
339
Sehr wahrſcheinlich!
Sehr wahrſcheinlich!
Sehr wahrſcheinlich!
Sehr wahrſcheinlich!
340
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
341
Das iſt: wenn itzt ein Deutſcher einem Franzoſen, ein
Franzoſe einem Engländer, oder umgekehrt, begegnet, ſo
begegnet nicht mehr ein bloſſer Menſch einem bloſſen Men-
ſchen, die vermöge ihrer gleichen Natur gegen einander
angezogen werden, ſondern ein ſolcher Menſch begegnet
[42]
einem ſolchen Menſchen, die ihrer verſchiednen Tendenz
ſich bewußt ſind, welches ſie gegen einander kalt, zurück-
haltend, mißtrauiſch macht, noch ehe ſie für ihre einzelne
Perſon das geringſte mit einander zu ſchaffen und zu
theilen haben.
Das iſt: wenn itzt ein Deutſcher einem
Franzoſen, ein Franzoſe einem Englaͤnder, oder
umgekehrt, begegnet, ſo begegnet nicht mehr
ein bloſſer Menſch einem bloſſen Menſchen, die
vermoͤge ihrer gleichen Natur gegen einander
angezogen werden, ſondern ein ſolcher Menſch
begegnet einem ſolchen Menſchen, die ihrer
verſchiednen Tendenz ſich bewußt ſind, welches
ſie gegen einander kalt, zuruͤckhaltend, miß-
trauiſch macht, noch ehe ſie fuͤr ihre einzelne
Perſon das geringſte mit einander zu ſchaffen
und zu theilen haben.
Das iſt: wenn itzt ein Deutſcher einem
Franzoſen, ein Franzoſe einem Englaͤnder, oder
umgekehrt, begegnet, ſo begegnet nicht mehr
ein bloſſer Menſch einem bloſſen Menſchen, die
vermoͤge ihrer gleichen Natur gegen einander
angezogen werden, ſondern ein ſolcher Menſch
begegnet einem ſolchen Menſchen, die ihrer
verſchiednen Tendenz ſich bewußt ſind, welches
ſie gegen einander kalt, zuruͤckhaltend, miß-
trauiſch macht, noch ehe ſie fuͤr ihre einzelne
Perſon das geringſte mit einander zu ſchaffen
und zu theilen haben.
Das iſt: wenn itzt ein Deutſcher einem
Franzoſen, ein Franzoſe einem Englaͤnder, oder
umgekehrt, begegnet, ſo begegnet nicht mehr
ein bloſſer Menſch einem bloſſen Menſchen, die
vermoͤge ihrer gleichen Natur gegen einander
angezogen werden, ſondern ein ſolcher Menſch
begegnet einem ſolchen Menſchen, die ihrer
verſchiednen Tendenz ſich bewußt ſind, welches
ſie gegen einander kalt, zuruͤckhaltend, miß-
trauiſch macht, noch ehe ſie fuͤr ihre einzelne
Perſon das geringſte mit einander zu ſchaffen
und zu theilen haben.
342
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
343
Das iſt leider wahr.
Das iſt leider wahr.
Das iſt leider wahr.
Das iſt leider wahr.
344
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
345
Nun ſo iſt es denn auch wahr, daß das Mittel, welches die
Menſchen vereiniget, um ſie durch dieſe Vereinigung ihres
Glückes zu verſichern1, die Menſchen zugleich trennet.
Nun ſo iſt es denn auch wahr, daß das Mit-
tel, welches die Menſchen vereiniget, um ſie
durch dieſe Vereinigung ihres Gluͤckes zu verſi-
chern
1, die Menſchen zugleich trennet.
Nun ſo iſt es denn auch wahr, daß das Mit-
tel, welches die Menſchen vereiniget, um ſie
durch dieſe Vereinigung ihres Gluͤckes zuverſi-
chern
1, die Menſchen zugleich trennet.
Nun ſo iſt es denn auch wahr, daß das Mit-
tel, welches die Menſchen vereiniget, um ſie
durch dieſe Vereinigung ihres Gluͤckes zu verſi-
chern
1, die Menſchen zugleich trennet.
346
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
347
Wenn du es ſo verſteheſt.
Wenn du es ſo verſteheſt.
Wenn du es ſo verſteheſt.
Wenn du es ſo verſteheſt.
348
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
349
Tritt einen Schritt weiter. Viele von den kleinern Staaten
würden ein ganz verſchiednes1 Klima, folglich ganz ver-


ſchiedene[43] Bedürfniſſe und Befriedigungen, folglich ganz
verſchiedene Gewohnheiten und Sitten, folglich ganz verſchie-
dene Sittenlehren, folglich ganz verſchiedene Religionen
haben. Meynſt du nicht?
Tritt einen Schritt weiter. Viele von den
kleinern Staaten wuͤrden ein ganz verſchiedenes1
Klima, folglich ganz verſchiedene Beduͤrfniſſe
und Befriedigungen, folglich ganz verſchiedene
Gewohnheiten und Sitten, folglich ganz ver-


ſchiedene[55] Sittenlehren, folglich ganz verſchiedene
Religionen haben. Meynſt du nicht?
Tritt einen Schritt weiter. Viele von den
kleinern Staaten wuͤrden ein ganz verſchiedenes1
Klima, folglich ganz verſchiedene Beduͤrfniſſe
und Befriedigungen, folglich ganz verſchiedene
Gewohnheiten und Sitten, folglich ganz ver-


ſchiedene[55] Sittenlehren, folglich ganz verſchiedene
Religionen haben. Meynſt du nicht.
Tritt einen Schritt weiter. Viele von den
kleinern Staaten wuͤrden ein ganz verſchiedenes1
Klima, folglich ganz verſchiedene Beduͤrfniſſe
und Befriedigungen, folglich ganz verſchiedene
Gewohnheiten und Sitten, folglich ganz ver-


ſchiedene[55] Sittenlehren, folglich ganz verſchiedene
Religionen haben. Meynſt du nicht?
350
Ernſt
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
351
Das iſt ein gewaltiger Schritt!
Das iſt ein gewaltiger Schritt!
Das iſt ein gewaltiger Schritt!
Das iſt ein gewaltiger Schritt!
352
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
353
Die Menſchen würden auch dann noch Juden und Chriſten
und Türken und dergleichen ſeyn.
Die Menſchen wuͤrden auch dann noch Juden
und Chriſten und Tuͤrken und dergleichen ſeyn.
Die Menſchen wuͤrden auch dann noch Juden
und Chriſten und Tuͤrken und dergleichen ſeyn.
Die Menſchen wuͤrden auch dann noch Juden
und Chriſten und Tuͤrken und dergleichen ſeyn.
354
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
355
Ich getraue mir nicht, Nein zu ſagen.
Ich getraue mir nicht, Nein zu ſagen.
Ich getraue mir nicht, Nein zu ſagen.
Ich getraue mir nicht, Nein zu ſagen.
356
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
357
Würden ſie das; ſo würden ſie auch, ſie möchten heiſſen,
wie ſie wollten, ſich unter einander nicht anders verhalten,
als ſich unſere Chriſten und Juden und Türken von je her un-
ter einander verhalten haben. Nicht als bloſſe Menſchen ge-


gen[44] bloſſe Menſchen; ſondern als ſolche Menſchen gegen
ſolche Menſchen, die ſich einen gewiſſen geiſtigen Vorzug
ſtreitig machen, und darauf Rechte gründen, die dem na-
türlichen Menſchen nimmermehr einfallen könnten.
Wuͤrden ſie das; ſo wuͤrden ſie auch, ſie
moͤchten heiſſen, wie ſie wollten, ſich unter ein-
ander nicht anders verhalten, als ſich unſere
Chriſten und Juden und Tuͤrken von je her un-
ter einander verhalten haben. Nicht als bloſſe
[56]
Menſchen gegen bloſſe Menſchen; ſondern als
ſolche Menſchen gegen ſolche Menſchen, die ſich
einen gewiſſen geiſtigen Vorzug ſtreitig machen,
und darauf Rechte gruͤnden, die dem natuͤrli-
chen Menſchen nimmermehr einfallen koͤnnten.
Wuͤrden ſie das; ſo wuͤrden ſie auch, ſie
moͤchten heiſſen, wie ſie wollten, ſich unter ein-
ander nicht anders verhalten, als ſich unſere
Chriſten und Juden und Tuͤrken von je her un-
ter einander verhalten haben. Nicht als bloſſe
[56]
Menſchen gegen bloſſe Menſchen; ſondern als
ſolche Menſchen gegen ſolche Menſchen, die ſich
einen gewiſſen geiſtigen Vorzug ſtreitig machen,
und darauf Rechte gruͤnden, die dem natuͤrli-
chen Menſchen nimmermehr einfallen koͤnnten.
Wuͤrden ſie das; ſo wuͤrden ſie auch, ſie
moͤchten heiſſen, wie ſie wollten, ſich unter ein-
ander nicht anders verhalten, als ſich unſere
Chriſten und Juden und Tuͤrken von je her un-
ter einander verhalten haben. Nicht als bloſſe
[56]
Menſchen gegen bloſſe Menſchen; ſondern als
ſolche Menſchen gegen ſolche Menſchen, die ſich
einen gewiſſen geiſtigen Vorzug ſtreitig machen,
und darauf Rechte gruͤnden, die dem natuͤrli-
chen Menſchen nimmermehr einfallen koͤnnten.
358
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
359
Das iſt ſehr traurig; aber leider doch ſehr vermuthlich.
Das iſt ſehr traurig; aber leider doch ſehr
vermuthlich.
Das iſt ſehr traurig; aber leider doch ſehr
vermuthlich.
Das iſt ſehr traurig; aber leider doch ſehr
vermuthlich.
360
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
361
Nur vermuthlich?
Nur vermuthlich?
Nur vermuthlich?
Nur vermuthlich?
362
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
363
Denn allenfalls dächte ich doch, ſo wie du angenommen
haſt, daß alle Staaten einerley Verfaſſung hätten, daß
ſie auch wohl alle einerley Religion haben könnten. Ja ich be-
greiffe nicht, wie einerley Staatsverfaſſung ohne einer-
ley Religion auch nur möglich iſt.
Denn allenfalls daͤchte ich doch, ſo wie du
angenommen haſt, daß alle Staaten einerley
Verfaſſung haͤtten, daß ſie auch wohl alle einer-
ley Religion haben koͤnnten. Ja ich begreiffe
[57]
nicht, wie einerley Staatsverfaſſung ohne einer-
ley Religion auch nur moͤglich iſt.
Denn allenfalls daͤchte ich doch, ſo wie du
angenommen haſt, daß alle Staaten einerley
Verfaſſung haͤtten, daß ſie auch wohl alle einer-
ley Religion haben koͤnnten. Ja ich begreiffe
[57]
nicht, wie einerley Staatsverfaſſung ohne einer-
ley Religion auch nur moͤglich iſt.
Denn allenfalls daͤchte ich doch, ſo wie du
angenommen haſt, daß alle Staaten einerley
Verfaſſung haͤtten, daß ſie auch wohl alle einer-
ley Religion haben koͤnnten. Ja ich begreiffe
[57]
nicht, wie einerley Staatsverfaſſung ohne einer-
ley Religion auch nur moͤglich iſt.
364
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
365
Ich eben ſo wenig. — Auch nahm ich jenes nur an, um
[45]
deine Ausflucht abzuſchneiden. Eines iſt zuverläſſig
eben ſo unmöglich, als das andere. Ein Staat: mehrere Staa-
ten. Mehrere Staaten: mehrere Staatsverfaſſungen. Meh-
rere Staatsverfaſſungen: mehrere Religionen.
Ich eben ſo wenig. — Auch nahm ich je-
nes nur an, um deine Ausflucht abzuſchneiden.
Eines iſt zuverlaͤſſig eben ſo unmoͤglich, als das
andere. Ein Staat: mehrere Staaten. Meh-
rere Staaten: mehrere Staatsverfaſſungen.
Mehrere Staatsverfaſſungen: mehrere Religio-
nen.
Ich eben ſo wenig. — Auch nahm ich je-
nes nur an, um deine Ausflucht abzuſchneiden.
Eines iſt zuverlaͤſſig eben ſo unmoͤglich, als das
andere. Ein Staat: mehrere Staaten. Meh-
rere Staaten: mehrere Staatsverfaſſungen.
Mehrere Staatsverfaſſungen: mehrere Religio-
nen.
Ich eben ſo wenig. — Auch nahm ich je-
nes nur an, um deine Ausflucht abzuſchneiden.
Eines iſt zuverlaͤſſig eben ſo unmoͤglich, als das
andere. Ein Staat: mehrere Staaten. Meh-
rere Staaten: mehrere Staatsverfaſſungen.
Mehrere Staatsverfaſſungen: mehrere Religio-
nen.
366
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
367
Ja, ja: ſo ſcheinet es.
Ja, ja: ſo ſcheinet es.
Ja, ja: ſo ſcheinet es.
Ja, ja: ſo ſcheinet es.
368
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
369
So iſt es. — Nun ſieh da das zweyte Unheil, welches die
bürgerliche Geſellſchaft, ganz ihrer Abſicht entgegen, ver-
urſacht. Sie kann die Menſchen nicht vereinigen, ohne ſie
zu trennen; nicht trennen, ohne Klüfte zwiſchen ihnen zu
befeſtigen, ohne Scheidemauern durch ſie hin zu ziehen.
So iſt es. — Nun ſieh da das zweyte Un-
heil, welches die buͤrgerliche Geſellſchaft, ganz
[58]
ihrer Abſicht entgegen, verurſacht. Sie kann
die Menſchen nicht vereinigen, ohne ſie zu tren-
nen; nicht trennen, ohne Kluͤfte zwiſchen ihnen
zu befeſtigen, ohne Scheidemauern durch ſie hin
zu ziehen.
So iſt es. — Nun ſieh da das zweyte Un-
heil, welches die buͤrgerliche Geſellſchaft, ganz
[58]
ihrer Abſicht entgegen, verurſacht. Sie kann
die Menſchen nicht vereinigen, ohne ſie zu tren-
nen; nicht trennen, ohne Kluͤfte zwiſchen ihnen
zu befeſtigen, ohne Scheidemauern durch ſie hin
zu ziehen.
So iſt es. — Nun ſieh da das zweyte Un-
heil, welches die buͤrgerliche Geſellſchaft, ganz
[58]
ihrer Abſicht entgegen, verurſacht. Sie kann
die Menſchen nicht vereinigen, ohne ſie zu tren-
nen; nicht trennen, ohne Kluͤfte zwiſchen ihnen
zu befeſtigen, ohne Scheidemauern durch ſie hin
zu ziehen.
370
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
371
Und wie ſchrecklich dieſe Klüfte ſind! wie unüberſteiglich
oft dieſe Scheidemauern!
Und wie ſchrecklich dieſe Kluͤfte ſind! wie un-
uͤberſteiglich oft dieſe Scheidemauern!
Und wie ſchrecklich dieſe Kluͤfte ſind! wie un-
uͤberſteiglich oft dieſe Scheidemauern!
Und wie ſchrecklich dieſe Kluͤfte ſind! wie un-
uͤberſteiglich oft dieſe Scheidemauern!
372
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
373
Laß mich noch das dritte hinzufügen. — Nicht genug, daß die
bürgerliche Geſellſchaft die Menſchen in verſchiedene Völker
und Religionen theilet und trennet. — Dieſe Trennung in we-
nige groſſe Theile, deren jeder für ſich ein Ganzes wäre,
wäre doch immer noch beſſer, als gar kein Ganzes. — Nein;
die bürgerliche Geſellſchaft ſetzt ihre Trennung auch
in jedem dieſer Theile gleichſam bis ins Unendliche fort.
Laß mich noch das dritte hinzufuͤgen. —
Nicht genug, daß die buͤrgerliche Geſellſchaft
die Menſchen in verſchiedene Voͤlker und Reli-
gionen theilet und trennet. — Dieſe Trennung
in wenige groſſe Theile, deren jeder fuͤr ſich
ein Ganzes waͤre, waͤre doch immer noch beſ-
ſer, als gar kein Ganzes. — Nein; die buͤrger-


liche[59] Geſellſchaft ſetzt ihre Trennung auch in
jedem dieſer Theile gleichſam bis ins Unendli-
che fort.
Laß mich noch das dritte hinzufuͤgen. —
Nicht genug, daß die buͤrgerliche Geſellſchaft
die Menſchen in verſchiedene Voͤlker und Reli-
gionen theilet und trennet. — Dieſe Trennung
in wenige groſſe Theile, deren jeder fuͤr ſich
ein Ganzes waͤre, waͤre doch immer noch beſ-
ſer, als gar kein Ganzes. — Nein; die buͤrger-


liche[59] Geſellſchaft ſetzt ihre Trennung auch in
jedem dieſer Theile gleichſam bis ins Unendli-
che fort.
Laß mich noch das dritte hinzufuͤgen. —
Nicht genug, daß die buͤrgerliche Geſellſchaft
die Menſchen in verſchiedene Voͤlker und Reli-
gionen theilet und trennet. — Dieſe Trennung
in wenige groſſe Theile, deren jeder fuͤr ſich
ein ganzes waͤre, waͤre doch immer noch beſ-
ſer, als gar kein Ganzes. — Nein; die buͤrger-


liche[59] Geſellſchaft ſetzt ihre Trennung auch in
jedem dieſer Theile gleichſam bis ins Unendli-
che fort.
374
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
375
Wie ſo?
Wie ſo?
Wie ſo?
Wie ſo?
376
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
377
Oder meyneſt1 du, daß ein Staat ſich ohne Verſchieden-
heit von Ständen denken läßt? Er ſey gut oder ſchlecht,
der Vollkommenheit mehr oder weniger nahe: unmöglich
können alle Glieder deſſelben unter ſich das nehmliche Ver-
hältniß haben. — Wenn ſie auch alle an der Geſetzgebung
[47]
Antheil haben: ſo können ſie doch nicht gleichen Antheil ha-
ben, wenigſtens nicht gleich unmittelbaren Antheil. Es
wird alſo vornehmere und geringere Glieder geben. —
Wenn Anfangs auch alle Beſitzungen des Staats unter
ſie gleich vertheilet worden: ſo kann dieſe gleiche Verthei-
lung doch keine zwey Menſchenalter beſtehen. Einer wird
ſein Eigenthum beſſer zu nutzen2 wiſſen, als der andere.
Einer wird ſein ſchlechter genutztes Eigenthum gleichwol
unter mehrere Nachkommen zu vertheilen haben, als der an-
dere. Es wird alſo reichere und ärmere Glieder geben.
Oder meyneſt1 du, daß ein Staat ſich ohne
Verſchiedenheit von Staͤnden denken laͤßt? Er
ſey gut oder ſchlecht, der Vollkommenheit mehr
oder weniger nahe: unmoͤglich koͤnnen alle Glie-
der deſſelben unter ſich das nehmliche Verhaͤlt-
niß haben. — Wenn ſie auch alle an der Ge-
ſetzgebung Antheil haben: ſo koͤnnen ſie doch
nicht gleichen Antheil haben, wenigſtens nicht
gleich unmittelbaren Antheil. Es wird alſo vor-
nehmere und geringere Glieder geben. — Wenn
[60]
Anfangs auch alle Beſitzungen des Staats un-
ter ſie gleich vertheilet worden: ſo kann dieſe
gleiche Vertheilung doch keine zwey Menſchen-
alter beſtehen. Einer wird ſein Eigenthum beſ-
ſer zu nuzen2 wiſſen, als der andere. Einer
wird ſein ſchlechter genutztes Eigenthum gleich-
wol unter mehrere Nachkommen zu vertheilen
haben, als der andere. Es wird alſo reichere
und aͤrmere Glieder geben.
Oder meynſt1 du, daß ein Staat ſich ohne
Verſchiedenheit von Staͤnden denken laͤßt? Er
ſey gut oder ſchlecht, der Vollkommenheit mehr
oder weniger nahe: unmoͤglich koͤnnen alle Glie-
der deſſelben unter ſich das nehmliche Verhaͤlt-
niß haben. — Wenn ſie auch alle an der Ge-
ſetzgebung Antheil haben: ſo koͤnnen ſie doch
nicht gleichen Antheil haben, wenigſtens nicht
gleich unmittelbaren Antheil. Es wird alſo vor-
nehmere und geringere Glieder geben. — Wenn
[60]
Anfangs auch alle Beſitzungen des Staats un-
ter ſie gleich vertheilet worden: ſo kann dieſe
gleiche Vertheilung doch keine zwey Menſchen-
alter beſtehen. Einer wird ſein Eigenthum beſ-
ſer zu nutzen2 wiſſen, als der andere. Einer
wird ſein ſchlechter genutztes Eigenthum gleich-
wol unter mehrere Nachkommen zu vertheilen
haben, als der andere. Es wird alſo reichere
und aͤrmere Glieder geben.
Oder meyneſt1 du, daß ein Staat ſich ohne
Verſchiedenheit von Staͤnden denken laͤßt? Er
ſey gut oder ſchlecht, der Vollkommenheit mehr
oder weniger nahe: unmoͤglich koͤnnen alle Glie-
der deſſelben unter ſich das nehmliche Verhaͤlt-
niß haben. — Wenn ſie auch alle an der Ge-
ſetzgebung Antheil haben: ſo koͤnnen ſie doch
nicht gleichen Antheil haben, wenigſtens nicht
gleich unmittelbaren Antheil. Es wird alſo vor-
nehmere und geringere Glieder geben. — Wenn
[60]
Anfangs auch alle Beſitzungen des Staats un-
ter ſie gleich vertheilet worden: ſo kann dieſe
gleiche Vertheilung doch keine zwey Menſchen-
alter beſtehen. Einer wird ſein Eigenthum beſ-
ſer zu nuzen2 wiſſen, als der andere. Einer
wird ſein ſchlechter genutztes Eigenthum gleich-
wol unter mehrere Nachkommen zu vertheilen
haben, als der andere. Es wird alſo reichere
und aͤrmere Glieder geben.
378
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
379
Das verſteht ſich.
Das verſteht ſich.
Das verſteht ſich.
Das verſteht ſich.
380
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
381
Nun überlege, wie viel Uebel es in der Welt wohl
giebt, das in dieſer Verſchiedenheit der Stände ſei-
nen Grund nicht hat.
Nun uͤberlege, wie viel Uebel es in der
Welt wohl giebt, das in dieſer Verſchiedenheit
der Staͤnde ſeinen Grund nicht hat.
Nun uͤberlege, wie viel Uebel es in der
Welt wohl giebt, das in dieſer Verſchiedenheit
der Staͤnde ſeinen Grund nicht hat.
Nun uͤberlege, wie viel Uebel es in der
Welt wohl giebt, das in dieſer Verſchiedenheit
der Staͤnde ſeinen Grund nicht hat.
382
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
383
Wenn ich dir doch widerſprechen könnte! — Aber was hatte
ich für Urſache, dir überhaupt zu widerſprechen? —
Nun ja! die Menſchen ſind nur durch Trennung zu ver-
einigen! nur durch unaufhörliche Trennung in Ver-
einigung zu erhalten! Das iſt nun einmal ſo. Das kann
nun nicht anders ſeyn.
Wenn ich dir doch widerſprechen koͤnnte! —
Aber was hatte ich fuͤr Urſache, dir uͤberhaupt
zu widerſprechen? — Nun ja! die Menſchen
ſind nur durch Trennung zu vereinigen! nur
durch unaufhoͤrliche Trennung in Vereinigung
zu erhalten! Das iſt nun einmal ſo. Das kann
nun nicht anders ſeyn.
Wenn ich dir doch widerſprechen koͤnnte! —
Aber was hatte ich fuͤr Urſache, dir uͤberhaupt
zu widerſprechen? — Nun ja! die Menſchen
ſind nur durch Trennung zu vereinigen! nur
durch unaufhoͤrliche Trennung in Vereinigung
zu erhalten! Das iſt nun einmal ſo. Das kann
nun nicht anders ſeyn.
Wenn ich dir doch widerſprechen koͤnnte! —
Aber was hatte ich fuͤr Urſache, dir uͤberhaupt
zu widerſprechen? — Nun ja! die Menſchen
ſind nur durch Trennung zu vereinigen! nur
durch unaufhoͤrliche Trennung in Vereinigung
zu erhalten! Das iſt nun einmal ſo. Das kann
nun nicht anders ſeyn.
384
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
385
Das ſage ich eben!
Das ſage ich eben!
Das ſage ich eben!
Das ſage ich eben!
386
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
387
Alſo, was willſt du damit? Mir das bürgerliche Leben
dadurch verleiden? Mich wünſchen machen, daß den Menſchen
der Gedanke, ſich in Staaten zu vereinigen, nie möge gekommen
ſeyn?
Alſo, was willſt du damit? Mir das buͤr-
gerliche Leben dadurch verleiden? Mich wuͤn-
ſchen machen, daß den Menſchen der Gedanke,
ſich in Staaten zu vereinigen, nie moͤge gekom-
men ſeyn?
Alſo, was willſt du damit? Mir das buͤr-
gerliche Leben dadurch verleiden? Mich wuͤn-
ſchen machen, daß den Menſchen der Gedanke,
ſich in Staaten zu vereinigen, nie moͤge gekom-
men ſeyn?
Alſo, was willſt du damit? Mir das buͤr-
gerliche Leben dadurch verleiden? Mich wuͤn-
ſchen machen, daß den Menſchen der Gedanke,
ſich in Staaten zu vereinigen, nie moͤge gekom-
men ſeyn?
388
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
389
Verkennſt du mich ſo weit? — Wenn die bürgerliche Geſell-


ſchaft[49] auch nur das Gute hätte, daß allein in ihr die menſch-
liche Vernunft angebauet werden kann: ich würde ſie auch bey
weit gröſſern Uebeln noch ſegnen.
Verkennſt du mich ſo weit? — Wenn die
buͤrgerliche Geſellſchaft auch nur das Gute haͤt-
te, daß allein in ihr die menſchliche Vernunft
angebauet werden kann: ich wuͤrde ſie auch bey
weit groͤſſern Uebeln noch ſegnen.
Verkennſt du mich ſo weit? — Wenn die
buͤrgerliche Geſellſchaft auch nur das Gute haͤt-
te, daß allein in ihr die menſchliche Vernunft
angebauet werden kann: ich wuͤrde ſie auch bey
weit groͤſſern Uebeln noch ſegnen.
Verkennſt du mich ſo weit? — Wenn die
buͤrgerliche Geſellſchaft auch nur das Gute haͤt-
te, daß allein in ihr die menſchliche Vernunft
angebauet werden kann: ich wuͤrde ſie auch bey
weit groͤſſern Uebeln noch ſegnen.
390
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
391
Wer des Feuers genieſſen will, ſagt das Sprichwort, muß
ſich den Rauch gefallen laſſen.
Wer des Feuers genieſſen will, ſagt das
Sprichwort, muß ſich den Rauch gefallen laſſen.
Wer des Feuers genieſſen will, ſagt das
Sprichwort, muß ſich den Rauch gefallen laſſen.
Wer des Feuers genieſſen will, ſagt das
Sprichwort, muß ſich den Rauch gefallen laſſen.
392
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
393
Allerdings! — Aber weil der Rauch bey dem Feuer unver-
meidlich iſt: durfte man darum keinen Rauchfang er-
finden? Und der den Rauchfang erfand, war der darum
ein Feind des Feuers? — Sieh, dahin wollte ich.
Allerdings! — Aber weil der Rauch bey
dem Feuer unvermeidlich iſt: durfte man darum
keinen Rauchfang erfinden? Und der den Rauch-
fang erfand, war der darum ein Feind des
Feuers? — Sieh, dahin wollte ich.
Allerdings! — Aber weil der Rauch bey
dem Feuer unvermeidlich iſt: durfte man darum
keinen Rauchfang erfinden? Und der den Rauch-
fang erfand, war der darum ein Feind des
Feuers? — Sieh, dahin wollte ich.
Allerdings! — Aber weil der Rauch bey
dem Feuer unvermeidlich iſt: durfte man darum
keinen Rauchfang erfinden? Und der den Rauch-
fang erfand, war der darum ein Feind des
Feuers? — Sieh, dahin wollte ich.
394
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
395
Wohin? — Ich verſtehe dich nicht.
Wohin? — Ich verſtehe dich nicht.
Wohin? — Ich verſtehe dich nicht.
Wohin? — Ich verſtehe dich nicht.
396
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
397
Das Gleichniß war doch ſehr paſſend. — — Wenn die Menſchen
nicht anders in Staaten vereiniget werden konnten, als durch
[50]
jene Trennungen: werden ſie darum gut, jene Trennungen?
Das Gleichniß war doch ſehr paſſend. — —
Wenn die Menſchen nicht anders in Staaten
vereiniget werden konnten, als durch jene Tren-
nungen: werden ſie darum gut, jene Tren-
nungen?
Das Gleichniß war doch ſehr paſſend. — —
Wenn die Menſchen nicht anders in Staaten
vereiniget werden konnten, als durch jene Tren-
nungen: werden ſie darum gut, jene Tren-
nungen?
Das Gleichniß war doch ſehr paſſend. — —
Wenn die Menſchen nicht anders in Staaten
vereiniget werden konnten, als durch jene Tren-
nungen: werden ſie darum gut, jene Tren-
nungen?
398
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
399
Das wohl nicht.
Das wohl nicht.
Das wohl nicht.
Das wohl nicht.
400
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
401
Werden ſie darum heilig, jene Trennungen?
Werden ſie darum heilig, jene Trennun-
gen?
Werden ſie darum heilig, jene Trennun-
gen?
Werden ſie darum heilig, jene Trennun-
gen?
402
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
403
Wie heilig?
Wie heilig?
Wie heilig?
Wie heilig?
404
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
405
Daß es verboten ſeyn ſollte, Hand an ſie zu legen?
Daß es verboten ſeyn ſollte, Hand an ſie
zu legen?
Daß es verboten ſeyn ſollte, Hand an ſie
zu legen?
Daß es verboten ſeyn ſollte, Hand an ſie
zu legen?
406
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
407
In Abſicht? . . .
In Abſicht? . . .
In Abſicht? . . .
In Abſicht? . . .
408
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
409
In Abſicht, ſie nicht gröſſer einreiſſen zu laſſen, als die
Nothwendigkeit erfodert1. In Abſicht, ihre Folgen ſo unſchäd-
lich zu machen, als möglich.
In Abſicht, ſie nicht groͤſſer einreiſſen zu
laſſen, als die Nothwendigkeit erfodert1. In
Abſicht, ihre Folgen ſo unſchaͤdlich zu machen,
als moͤglich.
In Abſicht, ſie nicht groͤſſer einreiſſen zu
laſſen, als die Nothwendigkeit erfordert1. In
Abſicht, ihre Folgen ſo unſchaͤdlich zu machen,
als moͤglich.
In Abſicht, ſie nicht groͤſſer einreiſſen zu
laſſen, als die Nothwendigkeit erfodert1. In
Abſicht, ihre Folgen ſo unſchaͤdlich zu machen,
als moͤglich.
410
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
411
Wie könnte das verbothen ſeyn?
Wie koͤnnte das verbothen ſeyn?
Wie koͤnnte das verbothen ſeyn?
Wie koͤnnte das verbothen ſeyn?
412
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
413
Aber gebothen kann es doch auch nicht ſeyn; durch bürgerliche
Geſetze nicht gebothen! — Denn bürgerliche Geſetze erſtrecken
ſich nie über die Grenzen ihres Staats. Und dieſes würde nun
gerade auſſer den Grenzen aller und jeder Staaten lie-
gen. — Folglich kann es nur ein ‚Opus ſupererogatum1‘ ſeyn;
und es wäre blos zu wünſchen, daß ſich die Weiſeſten und
Beſten eines jeden Staats dieſem ‚Operi ſupererogato2
freywillig unterzögen.
Aber gebothen kann es doch auch nicht ſeyn;
durch buͤrgerliche Geſetze nicht gebothen! —
[65]
Denn buͤrgerliche Geſetze erſtrecken ſich nie uͤber
die Grenzen ihres Staats. Und dieſes wuͤrde
nun gerade auſſer den Grenzen aller und jeder
Staaten liegen. — Folglich kann es nur ein
Opus ſupererogatum1‘ ſeyn: und es waͤre blos zu
wuͤnſchen, daß ſich die Weiſeſten und Beſten eines
jeden Staats dieſem ‚Operi ſupererogato2‘ freywil-
lig unterzoͤgen.
Aber gebothen kann es doch auch nicht ſeyn;
durch buͤrgerliche Geſetze nicht gebothen! —
[65]
Denn buͤrgerliche Geſetze erſtrecken ſich nie uͤber
die Grenzen ihres Staats. Und dieſes wuͤrde
nun gerade auſſer den Grenzen aller und jeder
Staaten liegen. — Folglich kann es nur ein
Opus ſupererrogatum1‘ ſeyn: und es waͤre blos zu
wuͤnſchen, daß ſich die Weiſeſten und Beſten eines
jeden Staats dieſem ‚Operi ſupererrogato2‘ freywil-
lig unterzoͤgen.
Aber gebothen kann es doch auch nicht ſeyn;
durch buͤrgerliche Geſetze nicht gebothen! —
[65]
Denn buͤrgerliche Geſetze erſtrecken ſich nie uͤber
die Grenzen ihres Staats. Und dieſes wuͤrde
nun gerade auſſer den Grenzen aller und jeder
Staaten liegen. — Folglich kann es nur ein
Opus ſupererogatum1‘ ſeyn: und es waͤre blos zu
wuͤnſchen, daß ſich die Weiſeſten und Beſten eines
jeden Staats dieſem ‚Operi ſupererogato2‘ freywil-
lig unterzoͤgen.
414
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
415
Blos zu wünſchen; aber recht ſehr zu wünſchen.
Blos zu wuͤnſchen; aber recht ſehr zu wuͤn-
ſchen.
Blos zu wuͤnſchen; aber recht ſehr zu wuͤn-
ſchen.
Blos zu wuͤnſchen; aber recht ſehr zu wuͤn-
ſchen.
416
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
417
Ich dächte! Recht ſehr zu wünſchen, daß es in jedem Staate
Männer geben möchte, die über die Vorurtheile der Völker-


ſchaft[52] hinweg wären, und genau wüßten, wo Patriotiſmus
Tugend zu ſeyn aufhöret.
Ich daͤchte! Recht ſehr zu wuͤnſchen, daß es
in jedem Staate Maͤnner geben moͤchte, die
uͤber die Vorurtheile der Voͤlkerſchaft hinweg
waͤren, und genau wuͤßten, wo Patriotiſmus,
Tugend zu ſeyn aufhoͤret.
Ich daͤchte! Recht ſehr zu wuͤnſchen, daß es
in jedem Staate Maͤnner geben moͤchte, die
uͤber die Vorurtheile der Voͤlkerſchaft hinweg
waͤren, und genau wuͤßten, wo Patriotiſmus,
Tugend zu ſeyn aufhoͤret.
Ich daͤchte! Recht ſehr zu wuͤnſchen, daß es
in jedem Staate Maͤnner geben moͤchte, die
uͤber die Vorurtheile der Voͤlkerſchaft hinweg
waͤren, und genau wuͤßten, wo Patriotiſmus,
Tugend zu ſeyn aufhoͤret.
418
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
419
Recht ſehr zu wünſchen!
Recht ſehr zu wuͤnſchen!
Recht ſehr zu wuͤnſchen!
Recht ſehr zu wuͤnſchen!
420
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
421
Recht ſehr zu wünſchen, daß es in jedem Staate Männer ge-
ben möchte, die dem Vorurtheile ihrer angebohrnen Religion
nicht unterlägen; nicht glaubten, daß alles nothwendig
gut und wahr ſeyn müſſe, was ſie für gut und wahr
erkennen.
Recht ſehr zu wuͤnſchen, daß es in jedem
Staate Maͤnner geben moͤchte, die dem Vorur-
theile ihrer angebohrnen Religion nicht unter-
laͤgen; nicht glaubten, daß alles nothwendig
gut und wahr ſeyn muͤſſe, was ſie fuͤr gut und
wahr erkennen.
Recht ſehr zu wuͤnſchen, daß es in jedem
Staate Maͤnner geben moͤchte, die dem Vorur-
theile ihrer angebohrnen Religion nicht unter-
laͤgen; nicht glaubten, daß alles nothwendig
gut und wahr ſeyn muͤſſe, was ſie fuͤr gut und
wahr erkennen.
Recht ſehr zu wuͤnſchen, daß es in jedem
Staate Maͤnner geben moͤchte, die dem Vorur-
theile ihrer angebohrnen Religion nicht unter-
laͤgen; nicht glaubten, daß alles nothwendig
gut und wahr ſeyn muͤſſe, was ſie fuͤr gut und
wahr erkennen.
422
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
423
Recht ſehr zu wuͤnſchen!
Recht ſehr zu wuͤnſchen!
Recht ſehr zu wuͤnſchen!
Recht ſehr zu wuͤnſchen!
424
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
425
Recht ſehr zu wünſchen, daß es in jedem Staate Männer ge-
ben möchte, welche bürgerliche Hoheit nicht blendet, und bür-
gerliche Geringfügigkeit nicht eckelt; in deren Geſellſchaft
[53]
der Hohe ſich gern herabläßt, und der Geringe ſich dreiſt
erhebet.
Recht ſehr zu wuͤnſchen, daß es in jedem
Staate Maͤnner geben moͤchte, welche buͤrger-
liche Hoheit nicht blendet, und buͤrgerliche Ge-


ringfuͤgigkeit[67] nicht eckelt; in deren Geſellſchaft
der Hohe ſich gern herablaͤßt, und der Geringe
ſich dreiſt erhebet.
Recht ſehr zu wuͤnſchen, daß es in jedem
Staate Maͤnner geben moͤchte, welche buͤrger-
liche Hoheit nicht blendet, und buͤrgerliche Ge-


ringfuͤgigkeit[67] nicht eckelt; in deren Geſellſchaft
der Hohe ſich gern herablaͤßt, und der Geringe
ſich dreiſt erhebet.
Recht ſehr zu wuͤnſchen, daß es in jedem
Staate Maͤnner geben moͤchte, welche buͤrger-
liche Hoheit nicht blendet, und buͤrgerliche Ge-


ringfuͤgigkeit[67] nicht eckelt; in deren Geſellſchaft
der Hohe ſich gern herablaͤßt, und der Geringe
ſich dreiſt erhebet.
426
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
427
Recht ſehr zu wünſchen!
Recht ſehr zu wuͤnſchen!
Recht ſehr zu wuͤnſchen!
Recht ſehr zu wuͤnſchen!
428
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
429
Und wenn er erfüllt wäre, dieſer Wunſch?
Und wenn er erfuͤllt waͤre, dieſer Wunſch?
Und wenn er erfuͤllt waͤre, dieſer Wunſch?
Und wenn er erfuͤllt waͤre, dieſer Wunſch?
430
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
431
Erfüllt? — Es wird freylich hier und da, dann und wann,
einen ſolchen Mann geben.
Erfuͤllt? — Es wird freylich hier und da,
dann und wann, einen ſolchen Mann geben.
Erfuͤllt? — Es wird freylich hier und da,
dann und wann, einen ſolchen Mann geben.
Erfuͤllt? — Es wird freylich hier und da,
dann und wann, einen ſolchen Mann geben.
432
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
433
Nicht blos hier und da; nicht blos dann und wann.
Nicht blos hier und da; nicht blos dann
und wann.
Nicht blos hier und da; nicht blos dann
und wann.
Nicht blos hier und da; nicht blos dann
und wann.
434
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
435
Zu gewiſſen Zeiten, in gewiſſen Ländern auch mehrere.
Zu gewiſſen Zeiten, in gewiſſen Laͤndern auch
mehrere.
Zu gewiſſen Zeiten, in gewiſſen Laͤndern auch
mehrere.
Zu gewiſſen Zeiten, in gewiſſen Laͤndern auch
mehrere.
436
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
437
Wie, wenn es dergleichen Männer itzt überall gäbe? zu allen
Zeiten nun ferner geben müßte?
Wie, wenn es dergleichen Maͤnner itzt uͤber-
all gaͤbe? zu allen Zeiten nun ferner geben
muͤßte?
Wie, wenn es dergleichen Maͤnner itzt uͤber-
all gaͤbe? zu allen Zeiten nun ferner geben
muͤßte?
Wie, wenn es dergleichen Maͤnner itzt uͤber-
all gaͤbe? Zu allen Zeiten nun ferner geben
muͤßte?
438
Ernſt?
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
439
Wollte Gott!
Wollte Gott!
Wollte Gott!
Wollte Gott!
440
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
441
Und dieſe Männer nicht in einer unwirkſamen Zerſtreu-
ung lebten? nicht immer in einer unſichtbaren Kirche?
Und dieſe Maͤnner nicht in einer unwirkſa-
men Zerſtreuung lebten? nicht immer in einer
unſichtbaren Kirche?
Und dieſe Maͤnner nicht in einer unwirkſa-
men Zerſtreuung lebten? nicht immer in einer
unſichtbaren Kirche?
Und dieſe Maͤnner nicht in einer unwirkſa-
men Zerſtreuung lebten? nicht immer in einer
unſichtbaren Kirche?
442
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
443
Schöner Traum!
Schoͤner Traum!
Schoͤner Traum!
Schoͤner Traum!
444
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
445
Daß ich es kurz mache. — Und dieſe Männer die Frey-
mäurer wären?
Daß ich es kurz mache. — Und dieſe Maͤn-
ner die Freymaͤurer waͤren?
Daß ich es kurz mache. — Und dieſe Maͤn-
ner die Freymaͤurer waͤren?
Daß ich es kurz mache. — Und dieſe Maͤn-
ner die Freymaͤurer waͤren?
446
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
447
Was ſagſt du?
Was ſagſt du?
Was ſagſt du?
Was ſagſt du?
448
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
449
Wie, wenn es die Freymäurer wären, die ſich mit zu
ihrem Geſchäfte gemacht hätten, jene Trennungen, wodurch
die Menſchen einander ſo fremd werden, ſo eng als mög-


lich[55] wieder zuſammen zu ziehen?
Wie, wenn es die Freymaͤurer waͤren, die
ſich mit zu ihrem Geſchaͤfte gemacht haͤtten,
jene Trennungen, wodurch die Menſchen einan-
der ſo fremd werden, ſo eng als moͤglich wie-
der zuſammen zu ziehen?
Wie, wenn es die Freymaͤurer waͤren, die
ſich mit zu ihrem Geſchaͤfte gemacht haͤtten,
jene Trennungen, wodurch die Menſchen einan-
der ſo fremd werden, ſo eng als moͤglich wie-
der zuſammen zu ziehen?
Wie, wenn es die Freymaͤurer waͤren, die
ſich mit zu ihrem Geſchaͤfte gemacht haͤtten,
jene Trennungen, wodurch die Menſchen einan-
der ſo fremd werden, ſo eng als moͤglich wie-
der zuſammen zu ziehen?
450
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
451
Die Freymäurer?
Die Freymaͤurer?
Die Freymaͤurer?
Die Freymaͤurer?
452
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
453
Ich ſage: mit zu ihrem Geſchäfte.
Ich ſage: mit zu ihrem Geſchaͤfte.
Ich ſage: mit zu ihrem Geſchaͤfte.
Ich ſage: mit zu ihrem Geſchaͤfte.
454
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
455
Die Freymäurer?
Die Freymaͤurer?
Die Freymaͤurer?
Die Freymaͤurer?
456
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
457
Ah1! verzeih! — Ich hatt es ſchon wieder vergeſſen, daß
du von den Freymäurern weiter nichts hören willſt —
dort winkt man uns eben zum Frühſtücke. Komm!
Ah1! verzeih! — Ich hatt es ſchon wieder
vergeſſen, daß du von den Freymaͤurern wei-
ter nichts hoͤren willſt — Dort winkt man uns
eben zum Fruͤhſtuͤcke. Komm!
Ah1! verzeih! — Ich hatt es ſchon wieder
vergeſſen, daß du von den Freymaͤurern wei-
ter nichts hoͤren willſt — Dort winkt man uns
eben zum Fruͤhſtuͤcke. Komm!
Ach1! verzeih! — Ich hatt es ſchon wieder
vergeſſen, daß du von den Freymaͤurern weiter
nichts hoͤren willſt — Dort winkt man uns
eben zum Fruͤhſtuͤcke. Komm!
458
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
459
Nicht doch! — Noch einen Augenblick! — Die Freymäurer,
ſagſt du —
Nicht doch! — Noch einen Augenblick! —
Die Freymaͤurer, ſagſt du —
Nicht doch! — Noch einen Augenblick! —
Die Freymaͤurer, ſagſt du —
Nicht doch! — Noch einen Augenblick! —
Die Freymaͤurer, ſagſt du —
460
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
461
Das Geſpräch brachte mich wider Willen auf ſie zurück.
[56]
Verzeih! — Komm! dort, in der gröſſern Geſellſchaft, wer-
den wir bald Stoff zu einer tauglichern Unterredung fin-
den. Komm!
[57]
Das Geſpraͤch brachte mich wider Willen auf
ſie zuruͤck. Verzeih! — Komm! Dort, in der
groͤſſern Geſellſchaft, werden wir bald Stoff zu
einer tauglichern Unterredung finden. Komm!
Das Geſpraͤch brachte mich wider Willen auf
ſie zuruͤck. Verzeih! — Komm! Dort, in der
groͤſſern Geſellſchaft, werden wir bald Stoff zu
einer tauglichern Unterredung finden. Komm!
Das Geſpraͤch brachte mich wider Willen auf
ſie zuruͤck. Verzeih! — Komm! dort, in der
groͤſſern Geſellſchaft, werden wir bald Stoff zu
einer tauglichern Unterredung finden. Komm!
462
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
463
Du biſt mir den ganzen Tag im Gedrenge der Geſell-
ſchaft ausgewichen. Aber ich verfolge dich in dein Schlafzimmer.
Du biſt mir den ganzen Tag im Gedrenge der
Geſellſchaft ausgewichen. Aber ich verfolge dich
in dein Schlafzimmer.
Du biſt mir den ganzen Tag im Gedrenge der
Geſellſchaft ausgewichen. Aber ich verfolge dich
in dein Schlafzimmer.
Du biſt mir den ganzen Tag im Gedrenge der
Geſellſchaft ausgewichen. Aber ich verfolge dich
in dein Schlafzimmer.
464
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
465
Haſt du mir ſo etwas wichtiges zu ſagen? Der bloſſen
Unterhaltung bin ich auf heute müde.
Haſt du mir ſo etwas wichtiges zu ſagen?
Der bloſſen Unterhaltung bin ich auf heute
muͤde.
Haſt du mir ſo etwas wichtiges zu ſagen?
Der bloſſen Unterhaltung bin ich auf heute
muͤde.
Haſt du mir ſo etwas wichtiges zu ſagen?
Der bloſſen Unterhaltung bin ich auf heute
muͤde.
466
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
467
Du ſpotteſt meiner Neugierde.
Du ſpotteſt meiner Neugierde.
Du ſpotteſt meiner Neugierde.
Du ſpotteſt meiner Neugierde.
468
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
469
Deiner Neugierde?
Deiner Neugierde?
Deiner Neugierde?
Deiner Neugierde?
470
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
471
Die du dieſen Morgen ſo meiſterhaft zu erregen wußteſt.
Die du dieſen Morgen ſo meiſterhaft zu er-
regen wußteſt.
Die du dieſen Morgen ſo meiſterhaft zu er-
regen wußteſt.
Die du dieſen Morgen ſo meiſterhaft zu er-
regen wußteſt.
472
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
473
Wovon ſprachen wir dieſen Morgen?
Wovon ſprachen wir dieſen Morgen?
Wovon ſprachen wir dieſen Morgen?
Wovon ſprachen wir dieſen Morgen?
474
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
475
Von den Freymäurern.
Von den Freymaͤurern.
Von den Freymaͤurern.
Von den Freymaͤurern.
476
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
477
Nun? — Ich habe dir im Rauſche des Pyrmonter doch nicht das
Geheimniß verrathen?
Nun? — Ich habe dir im Rauſche des Pyr-
monter doch nicht das Geheimniß verrathen?
Nun? — Ich habe dir im Rauſche des Pyr-
monter doch nicht das Geheimniß verrathen?
Nun? — Ich habe dir im Rauſche des Pyr-
monter doch nicht das Geheimniß verrathen?
478
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
479
Das man, wie du ſagſt, gar nicht verrathen kann.
Das man, wie du ſagſt, gar nicht verrathen
kann.
Das man, wie du ſagſt, gar nicht verrathen
kann.
Das man, wie du ſagſt, gar nicht verrathen
kann.
480
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
481
Nun freylich; das beruhigt mich wieder.
Nun freylich; das beruhigt mich wieder.
Nun freylich; das beruhigt mich wieder.
Nun freylich; das beruhigt mich wieder.
482
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
483
Aber du haſt mir doch über die Freymäurer etwas geſagt,
das mir unerwartet war; das mir auffiel; das
mich denken machte.
Aber du haſt mir doch uͤber die Freymaͤurer
etwas geſagt; das mir unerwartet war; das mir
auffiel; das mich denken machte.
Aber du haſt mir doch uͤber die Freymaͤurer
etwas geſagt, das mir unerwartet war; das mir
auffiel; das mich denken machte.
Aber du haſt mir doch uͤber die Freymaͤurer
etwas geſagt; das mir unerwartet war; das mir
auffiel; das mich denken machte.
484
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
485
Und was war das?
Und was war das?
Und was war das?
Und was war das?
486
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
487
O quäle mich nicht! — Du erinnerſt dich deſſen gewiß.
O quaͤle mich nicht! — Du erinnerſt dich
deſſen gewiß.
O quaͤle mich nicht! — Du erinnerſt dich
deſſen gewiß.
O quaͤle mich nicht! — Du erinnerſt dich
deſſen gewiß.
488
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
489
Ja; es fällt mir nach und nach wieder ein. — Und das war
es, was dich den ganzen langen Tag unter deinen Freun-
den und Freundinnen ſo abweſend machte?
Ja; es faͤllt mir nach und nach wieder ein. —
Und das war es, was dich den ganzen langen
Tag unter deinen Freunden und Freundinnen ſo
abweſend machte?
Ja; es faͤllt mir nach und nach wieder ein. —
Und das war es, was dich den ganzen langen
Tag unter deinen Freunden und Freundinnen ſo
abweſend machte?
Ja; es faͤllt mir nach und nach wieder ein. —
Und das war es, was dich den ganzen langen
Tag unter deinen Freunden und Freundinnen ſo
abweſend machte?
490
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
491
Das war es! — Und ich kann nicht einſchlafen, wenn du
mir wenigſtens nicht noch eine Frage beantworteſt.
Das war es! — Und ich kann nicht ein-
ſchlafen, wenn du mir wenigſtens nicht noch
eine Frage beantworteſt.
Das war es! — Und ich kann nicht ein-
ſchlafen, wenn du mir wenigſtens nicht noch
eine Frage beantworteſt.
Das war es! — Und ich kann nicht ein-
ſchlafen, wenn du mir wenigſtens nicht noch
eine Frage beantworteſt.
492
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
493
Nach dem die Frage ſeyn wird.
Nach dem die Frage ſeyn wird.
Nach dem die Frage ſeyn wird.
Nach dem die Frage ſeyn wird.
494
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
495
Woher kannſt du mir aber beweiſen, wenigſtens nur
wahrſcheinlich machen, daß die Freymäurer wirklich je-
ne groſſe und würdige Abſichten haben?
Woher kannſt du mir aber beweiſen, wenig-
ſtens nur wahrſcheinlich machen, daß die Frey-


maͤurer[77] wirklich jene groſſe und wuͤrdige Abſich-
ten haben?
Woher kannſt du mir aber beweiſen, wenig-
ſtens nur wahrſcheinlich machen, daß die Frey-


maͤurer[77] wirklich jene groſſe und wuͤrdige Abſich-
ten haben?
Woher kannſt du mir aber beweiſen, wenig-
ſtens nur wahrſcheinlich machen, daß die Frey-


maͤurer[77] wirklich jene groſſe und wuͤrdige Abſich-
ten haben?
496
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
497
Habe ich dir von ihren Abſichten geſprochen? Ich wüßte
nicht. — Sondern da du dir gar keinen Begriff von den wahren
Thaten der Freymäurer machen konnteſt: habe ich dich blos
auf einen Punkt aufmerkſam machen wollen, wo noch
ſo vieles geſchehen kann, wovon ſich unſere ſtaatsklugen
Köpfe gar nichts träumen laſſen. — Vielleicht, daß die
Freymäurer da herum arbeiten. — Vielleicht! da
herum! — Nur um dir dein Vorurtheil zu benehmen,
daß alle baubedürftige1 Plätze ſchon ausgefunden und
beſetzt, alle nöthige Arbeiten ſchon unter die erforder-
lichen Hände vertheilet wären.
Habe ich dir von ihren Abſichten geſprochen?
Ich wuͤßte nicht. — Sondern da du dir gar
keinen Begriff von den wahren Thaten der Frey-
maͤurer machen konnteſt: habe ich dich blos auf
einen Punkt aufmerkſam machen wollen, wo
noch ſo vieles geſchehen kann, wovon ſich unſere
ſtaatsklugen Koͤpfe gar nichts traͤumen laſſen. —
Vielleicht, daß die Freymaͤurer da herum arbei-
ten. — Vielleicht! da herum! — Nur um
dir dein Vorurtheil zu benehmen, daß alle bau-
beduͤrffige
1 Plaͤtze ſchon ausgefunden und beſetzt,
alle noͤthige Arbeiten ſchon unter die erforderli-
chen Haͤnde vertheilet waͤren.
Habe ich dir von ihren Abſichten geſprochen?
Ich wuͤßte nicht. — Sondern da du dir gar
keinen Begriff von den wahren Thaten der Frey-
maͤurer machen konnteſt: habe ich dich blos auf
einen Punkt aufmerkſam machen wollen, wo
noch ſo vieles geſchehen kann, wovon ſich unſere
ſtaatsklugen Koͤpfe gar nichts traͤumen laſſen. —
Vielleicht, daß die Freymaͤurer da herum arbei-
ten. — Vielleicht! da herum! — Nur um
dir dein Vorurtheil zu benehmen, daß alle bau-
beduͤrffige
1 Plaͤtze ſchon ausgefunden und beſetzt,
alle noͤthige Arbeiten ſchon unter die erforderli-
chen Haͤnde vertheilet waͤren.
Habe ich dir von ihren Abſichten geſprochen?
Ich wuͤßte nicht. — Sondern da du dir gar
keinen Begriff von den wahren Thaten der Frey-
maͤurer machen konnteſt: habe ich dich blos auf
einen Punkt aufmerkſam machen wollen, wo
noch ſo vieles geſchehen kann, wovon ſich unſere
ſtaatsklugen Koͤpfe gar nichts traͤumen laſſen. —
Vielleicht, daß die Freymaͤurer da herum arbei-
ten. — Vielleicht! da herum! — Nur um
dir dein Vorurtheil zu benehmen, daß alle bau-
beduͤrffige
1 Plaͤtze ſchon ausgefunden und beſetzt,
alle noͤthige Arbeiten ſchon unter die erforderli-
chen Haͤnde vertheilet waͤren.
498
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
499
Wende dich itzt, wie du willſt. — Genug, ich denke mir
nun aus deinen Reden die Freymäurer als Leute, die es
freywillig über ſich genommen haben, den unvermeidlichen
[61]
Übeln des Staats entgegen zu arbeiten.
Wende dich itzt, wie du willſt. — Genug,
ich denke mir nun aus deinen Reden die Frey-
maͤurer als Leute, die es freywillig uͤber ſich ge-
nommen haben, den unvermeidlichen Uebeln des
Staats entgegen zu arbeiten.
Wende dich itzt, wie du willſt. — Genug,
ich denke mir nun aus deinen Reden die Frey-
maͤurer als Leute, die es freywillig uͤber ſich ge-
nommen haben, den unvermeidlichen Uebeln des
Staats entgegen zu arbeiten.
Wende dich itzt, wie du willſt. — Genug,
ich denke mir nun aus deinen Reden die Frey-
maͤurer als Leute, die es freywillig uͤber ſich ge-
nommen haben, den unvermeidlichen Uebeln des
Staats entgegen zu arbeiten.
500
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
501
Dieſer Begriff kann den Freymäurern wenigſtens keine Schande
machen. — Bleib dabey! — Nur faſſe ihn recht. Menge nichts
hinein, was nicht hinein gehöret. — Den unvermeidlichen
Übeln des Staats! — Nicht dieſes und jenes Staats. Nicht den
unvermeidlichen Übeln, welche, eine gewiſſe Staatsverfaſſ-
ung einmal angenommen, aus dieſer angenommenen Staats-
verfaſſung nun nothwendig folgen. Mit dieſen giebt ſich
der Freymäurer niemals ab; wenigſtens nicht als Freymäu-
rer. Die Linderung und Heilung dieſer überläßt er
dem Bürger, der ſich nach ſeiner Einſicht, nach ſeinem Muthe,
auf ſeine Gefahr damit befaſſen mag. Übel ganz andrer Art,
ganz höherer Art, ſind der Gegenſtand ſeiner Wirkſamkeit.
Dieſer Begriff kann den Freymaͤurern wenig-
ſtens keine Schande machen. — Bleib dabey! —
Nur faſſe ihn recht. Menge nichts hinein, was
nicht hinein gehoͤret. — Den unvermeidlichen
Uebeln des Staats! — Nicht dieſes und jenes
Staats. Nicht den unvermeidlichen Uebeln,
welche, eine gewiſſe Staatsverfaſſung einmal an-
genommen, aus dieſer angenommenen Staats-
verfaſſung nun nothwendig folgen. Mit dieſen
giebt ſich der Freymaͤurer niemals ab; wenigſtens
[79]
nicht als Freymaͤurer. Die Linderung und Hei-
lung dieſer uͤberlaͤßt er dem Buͤrger, der ſich
nach ſeiner Einſicht, nach ſeinem Muthe, auf
ſeine Gefahr damit befaſſen mag. Uebel ganz
andrer Art, ganz hoͤherer Art, ſind der Gegen-
ſtand ſeiner Wirkſamkeit.
Dieſer Begriff kann den Freymaͤurern wenig-
ſtens keine Schande machen. — Bleib dabey! —
Nur faſſe ihn recht. Menge nichts hinein, was
nicht hinein gehoͤret. — Den unvermeidlichen
Uebeln des Staats! — Nicht dieſes und jenes
Staats. Nicht den unvermeidlichen Uebeln,
welche, eine gewiſſe Staatsverfaſſung einmal an-
genommen, aus dieſer angenommenen Staats-
verfaſſung nun nothwendig folgen. Mit dieſen
giebt ſich der Freymaͤurer niemals ab; wenigſtens
[79]
nicht als Freymaͤurer. Die Linderung und Hei-
lung dieſer uͤberlaͤßt er dem Buͤrger, der ſich
nach ſeiner Einſicht, nach ſeinem Muthe, auf
ſeine Gefahr damit befaſſen mag. Uebel ganz
andrer Art, ganz hoͤherer Art, ſind der Gegen-
ſtand ſeiner Wirkſamkeit.
Dieſer Begriff kann den Freymaͤurern wenig-
ſtens keine Schande machen. — Bleib dabey! —
Nur faſſe ihn recht. Menge nichts hinein, was
nicht hinein gehoͤret. — Den unvermeidlichen
Uebeln des Staats! — Nicht dieſes und jenes
Staats. Nicht den unvermeidlichen Uebeln,
welche, eine gewiſſe Staatsverfaſſung einmal
angenommen, aus dieſer angenommenen Staats-
verfaſſung nun nothwendig folgen. Mit dieſen
giebt ſich der Freymaͤurer niemals ab; wenigſtens
[79]
nicht als Freymaͤurer. Die Linderung und Hei-
lung dieſer uͤberlaͤßt er dem Buͤrger, der ſich
nach ſeiner Einſicht, nach ſeinem Muthe, auf
ſeine Gefahr damit befaſſen mag. Uebel ganz
andrer Art, ganz hoͤherer Art, ſind der Gegen-
ſtand ſeiner Wirkſamkeit.
502
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
503
Ich habe das ſehr wohl begriffen. — Nicht Übel, welche den
[62]
mißvergnügten Bürger machen, ſondern Übel, ohne welche
auch der glücklichſte Bürger nicht ſeyn kann.
Ich habe das ſehr wohl begriffen. — Nicht
Uebel, welche den mißvergnuͤgten Buͤrger ma-
chen, ſondern Uebel, ohne welche auch der
gluͤcklichſte Buͤrger nicht ſeyn kann.
Ich habe das ſehr wohl begriffen. — Nicht
Uebel, welche den mißvergnuͤgten Buͤrger ma-
chen, ſondern Uebel, ohne welche auch der
gluͤcklichſte Buͤrger nicht ſeyn kann.
Ich habe das ſehr wohl begriffen. — Nicht
Uebel, welche den mißvergnuͤgten Buͤrger ma-
chen, ſondern Uebel, ohne welche auch der
gluͤcklichſte Buͤrger nicht ſeyn kann.
504
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
505
Recht! Dieſen entgegen — wie ſagteſt Du? — entgegen
zu arbeiten?
Recht! Dieſen entgegen — wie ſagteſt
Du? — entgegen zu arbeiten?
Recht! Dieſen entgegen — wie ſagteſt
du? — entgegen zu arbeiten?
Recht! Dieſen entgegen — wie ſagteſt
Du? — entgegen zu arbeiten?
506
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
507
Ja!
Ja!
Ja!
Ja!
508
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
509
Das Wort ſagt ein wenig viel. — Entgegen arbeiten! — Um
ſie völlig zu heben? — Das kann nicht ſeyn. Denn man
würde den Staat ſelbſt mit ihnen zugleich vernichten. —
Sie müſſen nicht einmal denen mit eins merklich gemacht
werden, die noch gar keine Empfindung davon haben. Höchſtens
dieſe Empfindung in dem Menſchen von weiten veranlaſſen,
ihr Aufkeimen begünſtigen, ihre Pflanzen verſetzen,
begäten, beblatten — kann hier entgegen arbeiten heiſſen.
[63]
— Begreifſt du nun, warum ich ſagte, ob die Freymäurer
ſchon immer thätig wären, daß Jahrhunderte dennoch vergehen
könnten, ohne daß ſich ſagen laſſe: das haben ſie gethan.
Das Wort ſagt ein wenig viel. — Entge-
gen arbeiten! — Um ſie voͤllig zu heben? —
Das kann nicht ſeyn. Denn man wuͤrde den
Staat ſelbſt mit ihnen zugleich vernichten. —
Sie muͤſſen nicht einmal denen mit eins merk-
lich gemacht werden, die noch gar keine Empfin-
dung davon haben. Hoͤchſtens dieſe Empfindung
in dem Menſchen von weiten veranlaſſen, ihr
Aufkeimen beguͤnſtigen, ihre Pflanzen verſetzen,
begaͤten, beblatten — kann hier entgegen ar-
beiten heiſſen. — Begreifſt du nun, warum ich
ſagte, ob die Freymaͤurer ſchon immer thaͤtig
waͤren, daß Jahrhunderte dennoch vergehen
koͤnnten, ohne daß ſich ſagen laſſe: das haben
ſie gethan.
Das Wort ſagt ein wenig viel. — Entge-
gen arbeiten! — Um ſie voͤllig zu heben? —
Das kann nicht ſeyn. Denn man wuͤrde den
Staat ſelbſt mit ihnen zugleich vernichten. —
Sie muͤſſen nicht einmal denen mit eins merk-
lich gemacht werden, die noch gar keine Empfin-
dung davon haben. Hoͤchſtens dieſe Empfindung
in dem Menſchen von weiten veranlaſſen, ihr
Aufkeimen beguͤnſtigen, ihre Pflanzen verſetzen,
begaͤten, beblatten — kann hier entgegen ar-
beiten heiſſen. — Begreifſt du nun, warum ich
ſagte, ob die Freymaͤurer ſchon immer thaͤtig
waͤren, daß Jahrhunderte dennoch vergehen
koͤnnten, ohne daß ſich ſagen laſſe: das haben
ſie gethan.
Das Wort ſagt ein wenig viel. — Entge-
gen arbeiten! — Um ſie voͤllig zu heben? —
Das kann nicht ſeyn. Denn man wuͤrde den
Staat ſelbſt mit ihnen zugleich vernichten. —
Sie muͤſſen nicht einmal denen mit eins merk-
lich gemacht werden, die noch gar keine Em-
pfindung davon haben. Hoͤchſtens dieſe Empfin-
dung in dem Menſchen von weiten veranlaſſen,
ihr Aufkeimen beguͤnſtigen, ihre Pflanzen verſetzen,
begaͤten, beblatten — kann hier entgegen ar-
beiten heiſſen. — Begreifſt du nun, warum ich
ſagte, ob die Freymaͤurer ſchon immer thaͤtig
waͤren, daß Jahrhunderte dennoch vergehen
koͤnnten, ohne daß ſich ſagen laſſe: das haben
ſie gethan.
510
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
511
Und verſtehe auch nun den zweyten Zug des Räth-
ſels — Gute Thaten, welche gute Thaten entbehrlich machen
ſollen.
Und verſtehe auch nun den zweyten Zug des
Raͤthſels — Gute Thaten, welche gute Thaten
entbehrlich machen ſollen.
Und verſtehe auch nun den zweyten Zug des
Raͤthſels — Gute Thaten, welche gute Thaten
entbehrlich machen ſollen.
Und verſtehe auch nun den zweyten Zug des
Raͤthſels — Gute Thaten, welche gute Thaten
entbehrlich machen ſollen.
512
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
513
Wohl! — Nun geh, und ſtudiere jene Uebel, und lerne
ſie alle kennen, und wäge alle ihre Einflüſſe gegen ein-
ander ab, und ſey verſichert, daß dir dieſes Studium
Dinge aufſchlieſſen wird, die in Tagen der Schwermuth
die niederſchlagendſten, unauflöslichſten Einwürfe wi-
der Vorſehung und Tugend zu ſeyn ſcheinen. Die-
ſer Aufſchluß, dieſe Erleuchtung wird dich ruhig und
glücklich machen; — auch ohne Freymäurer zu heiſſen.
Wohl! — Nun geh, und ſtudiere jene Uebel,
und lerne ſie alle kennen, und waͤge alle ihre
Einfluͤſſe gegen einander ab, und ſey verſichert,
daß dir dieſes Studium Dinge aufſchlieſſen wird,
die in Tagen der Schwermuth die niederſchla-
gendſten, unaufloͤslichſten Einwuͤrfe wider Vor-
ſehung und Tugend zu ſeyn ſcheinen. Dieſer
Aufſchluß, dieſe Erleuchtung wird dich ruhig und
gluͤcklich machen; — auch ohne Freymaͤurer zu
heiſſen.
Wohl! — Nun geh, und ſtudiere jene Uebel,
und lerne ſie alle kennen, und waͤge alle ihre
Einfluͤſſe gegen einander ab, und ſey verſichert,
daß dir dieſes Studium Dinge aufſchlieſſen wird,
die in Tagen der Schwermuth die niederſchla-
gendſten, unaufloͤslichſten Einwuͤrfe wider Vor-
ſehung und Tugend zu ſeyn ſcheinen. Dieſer
Aufſchluß, dieſe Erleuchtung wird dich ruhig und
gluͤcklich machen; — auch ohne Freymaͤurer zu
heiſſen.
Wohl! — Nun geh, und ſtudiere jene Uebel,
und lerne ſie alle kennen, und waͤge alle ihre
Einfluͤſſe gegen einander ab, und ſey verſichert,
daß dir dieſes Studium Dinge aufſchlieſſen wird,
die in Tagen der Schwermuth die niederſchla-
gendſten, unaufloͤslichſten Einwuͤrfe wider Vor-
ſehung und Tugend zu ſeyn ſcheinen. Dieſer
Aufſchluß, dieſe Erleuchtung wird dich ruhig und
gluͤcklich machen; — auch ohne Freymaͤurer zu
heiſſen.
514
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
515
Du legeſt auf dieſes heiſſen ſo viel Nachdruck.
Du legeſt auf dieſes heiſſen ſo viel Nach-
druck.
Du legeſt auf dieſes heiſſen ſo viel Nach-
druck.
Du legeſt auf dieſes heiſſen ſo viel Nach-
druck.
516
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
517
Weil man etwas ſeyn kann, ohne es zu heiſſen.
Weil man etwas ſeyn kann, ohne es zu
heiſſen.
Weil man etwas ſeyn kann, ohne es zu
heiſſen.
Weil man etwas ſeyn kann, ohne es zu
heiſſen.
518
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
519
Gut das! ich verſteh — Aber auf meine Frage wieder
zu kommen, die ich nur ein wenig anders einkleiden muß.
Da ich ſie doch nun kenne, die Übel, gegen welche die Frey-
mäurerey angehet — —
Gut das! ich verſteh — Aber auf meine
Frage wieder zu kommen, die ich nur ein wenig
anders einkleiden muß. Da ich ſie doch nun
kenne, die Uebel, gegen welche die Freymaͤure-
rey angehet — —
Gut das! ich verſteh — Aber auf meine
Frage wieder zu kommen, die ich nur ein wenig
anders einkleiden muß. Da ich ſie doch nun
kenne, die Uebel, gegen welche die Freymaͤure-
rey angehet — —
Gut das! ich verſteh — Aber auf meine
Frage wieder zu kommen, die ich nur ein wenig
anders einkleiden muß. Da ich ſie doch nun
kenne, die Uebel, gegen welche die Freymaͤure-
rey angehet — —
520
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
521
Du kenneſt ſie?
Du kenneſt ſie?
Du kenneſt ſie?
Du kenneſt ſie?
522
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
523
Haſt du mir ſie nicht ſelbſt genannt?
Haſt du mir ſie nicht ſelbſt genannt?
Haſt du mir ſie nicht ſelbſt genannt?
Haſt du mir ſie nicht ſelbſt genannt?
524
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
525
Ich habe dir einige zur Probe namhaft1 gemacht. Nur
einige von denen, die auch dem kurzſichtigſten Auge
[65]
einleuchten: nur einige von den unſtreitigſten, weit um-
faſſendſten. — Aber wie viele ſind nicht noch übrig, die,
ob ſie ſchon nicht ſo einleuchten, nicht ſo unſtreitig ſind,
nicht ſo viel umfaſſen, dennoch nicht weniger gewiß, nicht
weniger nothwendig ſind!
Ich habe dir einige zur Probe namhaft1 ge-
macht. Nur einige von denen, die auch dem
kurzſichtigſten Auge einleuchten: nur einige von
den unſtreitigſten, weit umfaſſendſten. — Aber
wie viele ſind nicht noch uͤbrig, die, ob ſie
ſchon nicht ſo einleuchten, nicht ſo unſtreitig
ſind, nicht ſo viel umfaſſen, dennoch nicht weni-
ger gewiß, nicht weniger nothwendig ſind!
Ich habe dir einige zur Probe nahmhaft1 ge-
macht. Nur einige von denen, die auch dem
kurzſichtigſten Auge einleuchten: nur einige von
den unſtreitigſten, weit umfaſſendſten. — Aber
wie viele ſind nicht noch uͤbrig, die, ob ſie
ſchon nicht ſo einleuchten, nicht ſo unſtreitig
ſind, nicht ſo viel umfaſſen, dennoch nicht weni-
ger gewiß, nicht weniger nothwendig ſind!
Ich habe dir einige zur Probe namhaft1 ge-
macht. Nur einige von denen, die auch dem
kurzſichtigſten Auge einleuchten: nur einige von
den unſtreitigſten, weit umfaſſendſten. — Aber
wie viele ſind nicht noch uͤbrig, die, ob ſie
ſchon nicht ſo einleuchten, nicht ſo unſtreitig
ſind, nicht ſo viel umfaſſen, dennoch nicht weni-
ger gewiß, nicht weniger nothwendig ſind!
526
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
527
So laß mich meine Frage denn blos auf diejenigen Stücke
einſchränken, die du mir ſelbſt namhaft1 gemacht haſt.
— Wie beweiſeſt du mir auch nur von dieſen Stücken, daß
die Freymäurer wirklich ihr Abſehen darauf haben? —
Du ſchweigſt? — Du ſinneſt nach?
So laß mich meine Frage denn blos auf die-
jenigen Stuͤcke einſchraͤnken, die du mir ſelbſt
namhaft1 gemacht haſt. — Wie beweiſeſt du
mir auch nur von dieſen Stuͤcken, daß die
[84]
Freymaͤurer wirklich ihr Abſehen darauf ha-
ben? — Du ſchweigſt? — Du ſinneſt nach?
So laß mich meine Frage denn blos auf die-
jenigen Stuͤcke einſchraͤnken, die du mir ſelbſt
nahmhaft1 gemacht haſt. — Wie beweiſeſt du
mir auch nur von dieſen Stuͤcken, daß die
[84]
Freymaͤurer wirklich ihr Abſehen darauf ha-
ben? — Du ſchweigſt? — Du ſinneſt nach?
So laß mich meine Frage denn blos auf die-
jenigen Stuͤcke einſchraͤnken, die du mir ſelbſt
namhaft1 gemacht haſt. — Wie beweiſeſt du
mir auch nur von dieſen Stuͤcken, daß die
[84]
Freymaͤurer wirklich ihr Abſehen darauf ha-
ben? — Du ſchweigſt? — Du ſinneſt nach?
528
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
529
Wahrlich nicht dem, was ich auf dieſe Frage zu antwor-
ten hätte! — Aber ich weiß nicht, was ich mir für Urſachen
denken ſoll, warum du mir dieſe Frage thuſt?
Wahrlich nicht dem, was ich auf dieſe Frage
zu antworten haͤtte! — Aber ich weiß nicht,
was ich mir fuͤr Urſachen denken ſoll, warum du
mir dieſe Frage thuſt?
Wahrlich nicht dem, was ich auf dieſe Frage
zu antworten haͤtte! — Aber ich weiß nicht,
was ich mir fuͤr Urſachen denken ſoll, warum du
mir dieſe Frage thuſt?
Wahrlich nicht dem, was ich auf dieſe Frage
zu antworten haͤtte! — Aber ich weiß nicht,
was ich mir fuͤr Urſachen denken ſoll, warum du
mir dieſe Frage thuſt?
530
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
531
Und du willſt mir meine Frage beantworten, wenn ich dir
die Urſachen derſelben ſage?
Und du willſt mir meine Frage beantworten,
wenn ich dir die Urſachen derſelben ſage?
Und du willſt mir meine Frage beantworten,
wenn ich dir die Urſachen derſelben ſage?
Und du willſt mir meine Frage beantworten,
wenn ich dir die Urſachen derſelben ſage?
532
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
533
Das verſpreche ich dir.
Das verſpreche ich dir.
Das verſpreche ich dir.
Das verſpreche ich dir.
534
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
535
Ich kenne und fürchte deinen Scharfſinn.
Ich kenne und fuͤrchte deinen Scharfſinn.
Ich kenne und fuͤrchte deinen Scharfſinn.
Ich kenne und fuͤrchte deinen Scharfſinn.
536
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
537
Meinen Scharfſinn?
Meinen Scharfſinn?
Meinen Scharfſinn?
Meinen Scharfſinn?
538
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
539
Ich fürchte, du verkaufſt mir deine Speculation für That-
ſache.
Ich fuͤrchte, du verkaufſt mir deine Specu-
lation fuͤr Thatſache.
Ich fuͤrchte, du verkaufſt mir deine Specu-
lation fuͤr Thatſache.
Ich fuͤrchte, du verkaufſt mir deine Specu-
lation fuͤr Thatſache.
540
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
541
Sehr verbunden!
Sehr verbunden!
Sehr verbunden!
Sehr verbunden!
542
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
543
Beleidiget dich das?
Beleidiget dich das?
Beleidiget dich das?
Beleidiget dich das?
544
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
545
Vielmehr muß ich dir danken, daß du Scharfſinn nenneſt,
was du ganz anders hätteſt benennen können.
Vielmehr muß ich dir danken, daß du Scharf-
ſinn nenneſt, was du ganz anders haͤtteſt benen-
nen koͤnnen.
Vielmehr muß ich dir danken, daß du Scharf-
ſinn nenneſt, was du ganz anders haͤtteſt benen-
nen koͤnnen.
Vielmehr muß ich dir danken, daß du Scharf-
ſinn nenneſt, was du ganz anders haͤtteſt benen-
nen koͤnnen.
546
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
547
Gewiß nicht. Sondern ich weiß, wie leicht der Scharfſinnige
ſich ſelbſt betriegt; wie leicht er andern Leuten Plane und
Abſichten leihet und unterlegt, an die ſie nie gedacht haben.
Gewiß nicht. Sondern ich weiß, wie leicht
der Scharfſinnige ſich ſelbſt betriegt; wie leicht
er andern Leuten Plane und Abſichten leihet und
unterlegt, an die ſie nie gedacht haben.
Gewiß nicht. Sondern ich weiß, wie leicht
der Scharfſinnige ſich ſelbſt betriegt; wie leicht
er andern Leuten Plane und Abſichten leihet und
unterlegt, an die ſie nie gedacht haben.
Gewiß nicht. Sondern ich weiß, wie leicht
der Scharfſinnige ſich ſelbſt betriegt; wie leicht
er andern Leuten Plane und Abſichten leihet und
unterlegt, an die ſie nie gedacht haben.
548
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
549
Aber woraus ſchließt man auf der Leute Plane und
Abſichten? Aus ihren einzeln Handlungen doch wohl?
Aber woraus ſchließt man auf der Leute Pla-
ne und Abſichten? Aus ihren einzeln Handlun-
gen doch wohl?
Aber woraus ſchließt man auf der Leute Pla-
ne und Abſichten? Aus ihren einzeln Handlun-
gen doch wohl?
Aber woraus ſchließt man auf der Leute Pla-
ne und Abſichten? Aus ihren einzeln Handlun-
gen doch wohl?
550
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
551
Woraus ſonſt? — Und hier bin ich wieder bey meiner Frage.
— Aus welchen einzeln, unſtreitigen Handlungen der Frey-
mäurer iſt abzunehmen, daß es auch nur mit ihr Zweck
iſt, jene von dir benannte Trennung, welche Staat und Staaten
unter den Menſchen nothwendig machen müſſen, durch ſich
[68]
und in ſich wieder zu vereinigen.
Woraus ſonſt? — Und hier bin ich wieder
bey meiner Frage. — Aus welchen einzeln, un-
ſtreitigen Handlungen der Freymaͤurer iſt abzu-
nehmen, daß es auch nur mit ihr Zweck iſt, jene
von dir benannte Trennung, welche Staat und
Staaten unter den Menſchen nothwendig ma-


chen[87] muͤſſen, durch ſich und in ſich wieder zu
vereinigen.
Woraus ſonſt? — Und hier bin ich wieder
bey meiner Frage. — Aus welchen einzeln, un-
ſtreitigen Handlungen der Freymaͤurer iſt abzu-
nehmen, daß es auch nur mit ihr Zweck iſt, jene
von dir benannte Trennung, welche Staat und
Staaten unter den Menſchen nothwendig ma-


chen[87] muͤſſen, durch ſich und in ſich wieder zu
vereinigen.
Woraus ſonſt? — Und hier bin ich wieder
bey meiner Frage. — Aus welchen einzeln, un-
ſtreitigen Handlungen der Freymaͤurer iſt abzu-
nehmen, daß es auch nur mit ihr Zweck iſt, jene
von dir benannte Trennung, welche Staat und
Staaten unter den Menſchen nothwendig ma-


chen[87] muͤſſen, durch ſich und in ſich wieder zu
vereinigen.
552
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
553
Und zwar ohne Nachtheil dieſes Staats, und dieſer Staaten.
Und zwar ohne Nachtheil dieſes Staats,
und dieſer Staaten.
Und zwar ohne Nachtheil dieſes Staats,
und dieſer Staaten.
Und zwar ohne Nachtheil dieſes Staats,
und dieſer Staaten.
554
Ernſt
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
555
Deſto beſſer! — Es brauchen auch vielleicht nicht Handlungen
zu ſeyn, woraus jenes abzunehmen. Wenn es nur gewiſſe Ei-
genthümlichkeiten, Beſonderheiten ſind, die dahin leiten, oder
daraus entſpringen. — Von dergleichen müßteſt du ſogar in
deine Speculation ausgegangen ſeyn; geſetzt, daß dein Sy-
ſtem nur Hypotheſe wäre.
Deſto beſſer! — Es brauchen auch vielleicht
nicht Handlungen zu ſeyn, woraus jenes abzu-
nehmen. Wenn es nur gewiſſe Eigenthuͤmlich-
keiten, Beſonderheiten ſind, die dahin leiten,
oder daraus entſpringen. — Von dergleichen
muͤßteſt du ſogar in deine Speculation ausge-
gangen ſeyn; geſetzt, daß dein Syſtem nur Hy-
potheſe waͤre.
Deſto beſſer! — Es brauchen auch vielleicht
nicht Handlungen zu ſeyn, woraus jenes abzu-
nehmen. Wenn es nur gewiſſe Eigenthuͤmlich-
keiten, Beſonderheiten ſind, die dahin leiten,
oder daraus entſpringen. — Von dergleichen
muͤßteſt du ſogar in deine Speculation ausge-
gangen ſeyn; geſetzt, daß dein Syſtem nur Hy-
potheſe waͤre.
Deſto beſſer! — Es brauchen auch vielleicht
nicht Handlungen zu ſeyn, woraus jenes abzu-
nehmen. Wenn es nur gewiſſe Eigenthuͤmlich-
keiten, Beſonderheiten ſind, die dahin leiten,
oder daraus entſpringen. — Von dergleichen
muͤßteſt du ſogar in deine Speculation ausge-
gangen ſeyn; geſetzt, daß dein Syſtem nur Hy-
potheſe waͤre.
556
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
557
Dein Mißtrauen äuſſert ſich noch. — Aber ich hoffe, es ſoll
ſich verlieren, wenn ich dir ein Grundgeſetz der Freymäu-
rer zu Gemüthe führe.
Dein Mißtrauen aͤuſſert ſich noch. — Aber
ich hoffe, es ſoll ſich verlieren, wenn ich dir
ein Grundgeſetz der Freymaͤurer zu Gemuͤthe
fuͤhre.
Dein Mißtrauen aͤuſſert ſich noch. — Aber
ich hoffe, es ſoll ſich verlieren, wenn ich dir
ein Grundgeſetz der Freymaͤurer zu Gemuͤthe
fuͤhre.
Dein Mißtrauen aͤuſſert ſich noch. — Aber
ich hoffe, es ſoll ſich verlieren, wenn ich dir
ein Grundgeſetz der Freymaͤurer zu Gemuͤthe
fuͤhre.
558
Ernſt
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
559
Und welches?
Und welches?
Und welches?
Und welches?
560
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
561
Aus welchem ſie nie ein Geheimniß gemacht haben. Nach wel-
chem ſie immer vor den Augen der ganzen Welt gehandelt
haben.
Aus welchem ſie nie ein Geheimniß gemacht
haben. Nach welchem ſie immer vor den Augen
der ganzen Welt gehandelt haben.
Aus welchem ſie nie ein Geheimniß gemacht
haben. Nach welchem ſie immer vor den Augen
der ganzen Welt gehandelt haben.
Aus welchem ſie nie ein Geheimniß gemacht
haben. Nach welchem ſie immer vor den Augen
der ganzen Welt gehandelt haben.
562
Ernſt
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
563
Das iſt?
Das iſt?
Das iſt?
Das iſt?
564
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
565
Das iſt, jeden würdigen Mann von gehöriger Anlage, ohne
Unterſchied des Vaterlandes, ohne Unterſchied der Religion,
ohne Unterſchied ſeines bürgerlichen Standes, in ihren Or-
den aufzunehmen.
Das iſt, jeden wuͤrdigen Mann von gehoͤri-
ger Anlage, ohne Unterſchied des Vaterlandes,
[89]
ohne Unterſchied der Religion, ohne Unterſchied
ſeines buͤrgerlichen Standes, in ihren Orden
aufzunehmen.
Das iſt, jeden wuͤrdigen Mann von gehoͤri-
ger Anlage, ohne Unterſchied des Vaterlandes,
[89]
ohne Unterſchied der Religion, ohne Unterſchied
ſeines buͤrgerlichen Standes, in ihren Orden
aufzunehmen.
Das iſt, jeden wuͤrdigen Mann von gehoͤri-
ger Anlage, ohne Unterſchied des Vaterlandes,
[89]
ohne Unterſchied der Religion, ohne Unterſchied
ſeines buͤrgerlichen Standes, in ihren Orden
aufzunehmen.
566
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
567
Wahrhaftig!
Wahrhaftig!
Wahrhaftig!
Wahrhaftig!
568
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
569
Freylich ſcheint dieſes Grundgeſetze dergleichen Männer,
die über jene Trennungen hinweg ſind, vielmehr bereits vor-


aus[70] zu ſetzen, als die Abſicht zu haben, ſie zu bilden. Allein
das Nitrum muß ja wohl in der Luft ſeyn, ehe es ſich als
Salpeter an den Wänden anlegt.
Freylich ſcheint dieſes Grundgeſetze derglei-
chen Maͤnner, die uͤber jene Trennungen hin-
weg ſind, vielmehr bereits voraus zu ſetzen, als
die Abſicht zu haben, ſie zu bilden. Allein das
Nitrum muß ja wohl in der Luft ſeyn, ehe es
ſich als Salpeter an den Waͤnden anlegt.
Freylich ſcheint dieſes Grundgeſetze derglei-
chen Maͤnner, die uͤber jene Trennungen hin-
weg ſind, vielmehr bereits voraus zu ſetzen, als
die Abſicht zu haben, ſie zu bilden. Allein das
Nitrum muß ja wohl in der Luft ſeyn, ehe es
ſich als Salpeter an den Waͤnden anlegt.
Freylich ſcheint dieſes Grundgeſetze derglei-
chen Maͤnner, die uͤber jene Trennungen hin-
weg ſind, vielmehr bereits voraus zu ſetzen, als
die Abſicht zu haben, ſie zu bilden. Allein das
Nitrum muß ja wohl in der Luft ſeyn, ehe es
ſich als Salpeter an den Waͤnden anlegt.
570
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
571
O ja!
O ja!
O ja!
O ja!
572
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
573
Und warum ſollten die Freymäurer ſich nicht hier einer ge-
wöhnlichen Liſt haben bedienen dürffen? — Daß man einen
Theil ſeiner geheimen Abſichten ganz offenbar treibt, um
den Argwohn irre zu führen, der immer ganz etwas anders
vermuthet, als er ſieht.
Und warum ſollten die Freymaͤurer ſich nicht
hier einer gewoͤhnlichen Liſt haben bedienen duͤrf-


fen[90]? — Daß man einen Theil ſeiner geheimen
Abſichten ganz offenbar treibt, um den Argwohn
irre zu fuͤhren, der immer ganz etwas anders
vermuthet, als er ſieht.
Und warum ſollten die Freymaͤurer ſich nicht
hier einer gewoͤhnlichen Liſt haben bedienen duͤrf-


fen[90]? — Daß man einen Theil ſeiner geheimen
Abſichten ganz offenbar treibt, um den Argwohn
irre zu fuͤhren, der immer ganz etwas anders
vermuthet, als er ſieht.
Und warum ſollten die Freymaͤurer ſich nicht
hier einer gewoͤhnlichen Liſt haben bedienen duͤrf-


fen[90]? — Daß man einen Theil ſeiner geheimen
Abſichten ganz offenbar treibt, um den Argwohn
irre zu fuͤhren, der immer ganz etwas anders
vermuthet, als er ſieht.
574
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
575
Warum nicht?
Warum nicht?
Warum nicht?
Warum nicht?
576
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
577
Warum ſollte der Künſtler, der Silber machen kann,
nicht mit altem Bruchſilber handeln, damit man ſo
[71]
weniger argwohne, daß er es machen kann?
Warum ſollte der Kuͤnſtler, der Silber ma-
chen kann, nicht mit altem Bruchſilber handeln,
damit man ſo weniger argwohne, daß er es ma-
chen kann?
Warum ſollte der Kuͤnſtler, der Silber ma-
chen kann, nicht mit altem Bruchſilber handeln,
damit man ſo weniger argwohne, daß er es ma-
chen kann?
Warum ſollte der Kuͤnſtler, der Silber ma-
chen kann, nicht mit altem Bruchſilber handeln,
damit man ſo weniger argwohne, daß er es ma-
chen kann?
578
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
579
Warum nicht?
Warum nicht?
Warum nicht?
Warum nicht?
580
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
581
Ernſt! — Hörſt du mich? — Du antworteſt im Traume, glaub'
ich.
Ernſt! — Hoͤrſt du mich? — Du antwor-
teſt im Traume, glaub ich.
Ernſt! — Hoͤrſt du mich? — Du antwor-
teſt im Traume, glaub ich.
Ernſt! — Hoͤrſt du mich? — Du antwor-
teſt im Traume, glaub ich.
582
Ernſt .
[abwesend]
[abwesend]
[abwesend]
583
Geh, du biſt ſchlaͤfrig. Ich auch.
[abwesend]
[abwesend]
[abwesend]
584
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
585
Nein, Freund! Aber ich habe genug; genug auf dieſe
Nacht. Morgen, mit dem frühſten, kehre ich wieder
nach der Stadt.
Nein, Freund! Aber ich habe genug; genug
auf dieſe Nacht. Morgen, mit dem fruͤhſten,
kehre ich wieder nach der Stadt.
Nein, Freund! Aber ich habe genug; genug
auf dieſe Nacht. Morgen, mit dem fruͤhſten,
kehre ich wieder nach der Stadt.
Nein, Freund! Aber ich habe genug; genug
auf dieſe Nacht. Morgen, mit dem fruͤhſten,
kehre ich wieder nach der Stadt.
586
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
587
Schon? Und warum ſo bald?
Schon? Und warum ſo bald?
Schon? Und warum ſo bald?
Schon? Und warum ſo bald?
588
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
589
Du kennſt mich, und fragſt? Wie lange dauert deine
[72]
Brunnenkur noch?
Du kennſt mich, und fragſt? Wie lange
dauert deine Brunnenkur noch?
Du kennſt mich, und fragſt? Wie lange
dauert deine Brunnenkur noch?
Du kennſt mich, und fragſt? Wie lange
dauert deine Brunnenkur noch?
590
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
591
Ich habe ſie vorgeſtern erſt angefangen.
Ich habe ſie vorgeſtern erſt angefangen.
Ich habe ſie vorgeſtern erſt angefangen.
Ich habe ſie vorgeſtern erſt angefangen.
592
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
Ernſt.
593
So ſehe ich dich vor dem Ende derſelben noch wieder. — Lebe
wohl! gute Nacht!
So ſehe ich dich vor dem Ende derſelben
noch wieder. — Lebe wohl! gute Nacht!
So ſehe ich dich vor dem Ende derſelben
noch wieder. — Lebe wohl! gute Nacht!
So ſehe ich dich vor dem Ende derſelben
noch wieder. — Lebe wohl! gute Nacht!
594
Falk.
Falk.
Falk.
Falk.
595
Gute Nacht! lebe wohl!
Gute Nacht! lebe wohl!
Gute Nacht! lebe wohl!
Gute Nacht! lebe wohl.
596
Der Funke hatte gezündet: Ernſt ging1, und
ward Freymäurer. Was er vors erſte da
fand, iſt der Stoff eines 4ten und 5ten Geſprächs,
mit welchem — ſich der Weg ſcheidet.
Der Funke hatte gezuͤndet: Ernſt ging1, und
ward Freymaͤurer. Was er vors erſte da fand,
iſt der Stoff eines 4ten und 5ten Geſpraͤchs,
mit welchem — ſich der Weg ſcheidet.
Der Funke hatte gezuͤndet: Ernſt ging1, und
ward Freymaͤurer. Was er vors erſte da fand,
iſt der Stoff eines 4ten und 5ten Geſpraͤchs,
mit welchem — ſich der Weg ſcheidet.
Der Funke hatte gezuͤndet: Ernſt gieng1, und
ward Freymaͤurer. Was er vors erſte da fand,
iſt der Stoff eines 4ten und 5ten Geſpraͤchs,
mit welchem — ſich der Weg ſcheidet.